Automatisiertes Schweißen
Ein Cobot für alle Fälle

Ein Gastbeitrag von Jan Leins 6 min Lesedauer

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Der Fachkräftemangel treibt die Entwicklung von kollaborierenden Robotern (Cobots) voran. Sie übernehmen mittlerweile selbst komplizierte Fügeverfahren wie das Schweißen. So hat sich auch die Dast Schweißtechnik GmbH für den Einsatz der Roboterzelle „Inna“ entschieden, um damit Bauteile in Serie zu fertigen.

Auch MAG-Schweißen ist mit der Inna möglich. Material aus Stahl mit einer Stärke von 10 Millimeter wird durch eine Kehlnaht verschweißt. (Bild:  Dast Schweißtechnik / INperfektion)
Auch MAG-Schweißen ist mit der Inna möglich. Material aus Stahl mit einer Stärke von 10 Millimeter wird durch eine Kehlnaht verschweißt.
(Bild: Dast Schweißtechnik / INperfektion)

Cobots liegen im Trend – mittlerweile setzen nicht nur große Unternehmen den Kollegen Roboter in der Fertigung ein. Auch viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) denken über die Umstellung auf automatisierte Prozesse nach. Grund dafür ist der vorhandene Fachkräftemangel. Besonders bei komplexen Fertigungsverfahren wie dem Schweißen bedarf es Fachleute mit Erfahrung. Doch die sind immer schwieriger zu finden. Kann der Kollege Roboter einspringen und damit das Problem lösen? Der Item-Pluspartner, die Inperfektion GmbH aus Wegberg, hat sich mit dieser Thematik beschäftigt und gemeinsam mit der Niederrhein Automation GmbH sowie der Item Industrietechnik GmbH die multifunktionale Roboterzelle „Inna“ entwickelt.

Aufbau der Roboterzelle

Die Profiltechnik von item bildet die Grundkonstruktion für die „Inna“. Auf Basis der Baureihe XMS entstand eine 1,60 Meter lange, 1,50 Meter breite und 2,20 Meter hohe Maschineneinhausung. Die gesamte Zelle wiegt ungefähr 500 Kilo und ist damit wesentlich leichter als eine vergleichbare Konstruktion aus Stahl. Im Inneren befindet sich ein Cobot der Firma Doosan Robotics mit einem Bewegungsradius von 2,20 Meter. Der Roboter ist auf einer funktionalen Adapterplatte von Item montiert. Da mit der Schweißzelle möglichst kurze Rüstzeiten erzielt werden sollen, entschieden sich die Projektbeteiligten für eine drehbare Tischvariante im vorderen Bereich.