Fachkräftemangel
Sorgen Cobots für mehr Nachwuchs beim Schweißen?

Ein Gastbeitrag von Kirsten Ludwig 7 min Lesedauer

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Schweißen bleibt ein zentraler Fügeprozess in der Metall verarbeitenden Industrie, der tiefgehendes Fachwissen und Geschicklichkeit erfordert. Trotz guter Bezahlung entscheiden sich immer weniger junge Menschen für diesen Beruf, da er oft als unattraktiv, gesundheitsschädlich und schmutzig gilt. Hier können Cobots Abhilfe schaffen. Sie machen das Schweißen nicht nur interessanter und sicherer, sondern auch wirtschaftlicher – selbst bei kleinen Losgrößen.

Cobot-Schweißsystem CWC-mobile mit Absaugung und beweglicher Einhausung zum Schweißen von kleinen und großen Bauteilen. Ausgestattet mit einfahrbaren Transportrollen kann die Anlage zum Bauteil transportiert werden.(Bild:  Fronius)
Cobot-Schweißsystem CWC-mobile mit Absaugung und beweglicher Einhausung zum Schweißen von kleinen und großen Bauteilen. Ausgestattet mit einfahrbaren Transportrollen kann die Anlage zum Bauteil transportiert werden.
(Bild: Fronius)

Heutzutage gibt es kollaborative Schweißroboter in verschiedenen Ausführungen: als mobile Einzelarbeitsplätze oder vollständig eingehauste Ein- oder Zwei-Stationen-Lösungen. Das Angebot an technischer Ausstattung ist vielfältig und umfasst Roboterfahrbahnen, Dreh-Kipp-Positionierer, automatische Absaugungen und Schutztüren. Hightech-Schweißgeräte und Prozesse sowie Softwarelösungen für das Offline-Programmieren gehören mittlerweile häufig zur Standardausrüstung.

Im Gegensatz zu früher wird Schweißen zunehmend zu einem Hightech-Beruf. Die Schweißautomation soll nicht nur die Produktivität in Gewerbe- und Industriebetrieben steigern, sondern auch dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenwirken und den Beruf sauberer, sicherer und attraktiver machen. Die Karriereleiter für Schweißerinnen und Schweißer ist mittlerweile hoch und reicht von der Schweißfachkraft bis hin zum International Welding Engineer (IWE).