Draht-Wälzlager

Das Leichtbau-Lager: wenn herkömmliche Wälzlager an ihre Grenzen stoßen

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Mit Drahtwälzlagern mittenfreie Aufhängung der Laufräder möglich

Das Drahtwälzlager ermöglicht beispielsweise bei einem Prototypen einer neuen Rennwagengeneration die mittenfreie Aufhängung der Laufräder. Es wurde direkt in die filigrane Felgenkonstruktion integriert und überzeugt durch kleinsten Einbauraum, hohe Belastbarkeit und leichten, spielfreien Lauf. Den Radträger haben Studenten der Hochschule Amberg-Weiden im Running Snail Racing Team entwickelt.

Der Rennsport war schon immer Technologieträger und Experimentierfeld für innovative Lösungen. Innovation ist Teil des Franke Markenkerns und in diesem Fall ist das Unternehmen gerne bereit gewesen, das Projekt der Hochschule Amberg-Weiden und das Running-Snail-Team zu unterstützen.

Intelligente Lagerlösungen mit Antrieben und Steuerelementen

Die Integration der Lagerfunktion in die umschließende Konstruktion schreitet weiter voran. Leichtbau und immer kleinere Abmessungen beispielsweise bei Servicerobotern treiben diesen Trend weiter. Intelligente Lagerlösungen mit Antrieben und Steuerelementen werden zunehmen – hier ist der Lagerspezialist mit integrierten Torquemotoren an interessanten Projekten beteiligt.

Im Servicebereich legen die Kunden immer größeren Wert auf Langlebigkeit und Wartungsfreiheit der Wälzlager. Bislang konnten Franke in Lebensdauertests bereits Laufzeiten von 100 Millionen Umdrehungen ohne Nachschmierung realisieren.

Drahtwälzlager LEG 8 mit bewährtem Vierpunktprinzip

Parallel zur konstruktiven Lösung kundenspezifischer Anwendungen wird die Produktentwicklung weiter vorangetrieben. Aktuelles Beispiel dafür ist das Drahtwälzlager LEG 8.

Dieses Lager ist eine Neuentwicklung. Es ist gelungen, ein Drahtwälzlager in seinen Dimensionen so auszulegen, dass es als vollwertiges Dünnringlager eingesetzt werden kann – und das mit allen Vorteilen, die das Franke Drahtwälzlager bietet.

Ein weiterer Vorteil dieses Produktes ist sein attraktiver Preis, der bei manchen Durchmessern um 50 % niedriger liegt als bei den Dünnringlagern des Wettbewerbs.

Von der Bauart her ist das LEG 8 den Dünnringlagern von anderen Herstellern ähnlich, hält jedoch durch das bewährte Franke Vierpunktprinzip stärkeren Belastungen stand. Vier-Punkt-Lager sind keine spezielle Franke-Erfindung. Das Prinzip ist im Lagerbau gängig. Drahtwälzlager aus Aalen erweitern es durch die Möglichkeit individueller Anordnungen und Anschliffe der Laufdrähte sowie Dimensionierung der Wälzkörper, um auf die einzelnen Belastungssituationen der Anwendung individuell zu reagieren. Die beiden Laufringe des LEG 8 besitzen ein gotisches Profil. Das bedeutet, die Wälzkörper berühren die Laufringe an jeweils zwei Stellen. Dadurch realisiert man das 4-Punkt-Prinzip mit nur zwei Laufdrähten.

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