Robot-Kommissionierer Roboter vereinzelt Stahlhalbzeuge aller Art

Quelle: Kasto 4 min Lesedauer

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Kastopick bar nennt sich ein Robotervereinzelungssystem von Kasto, das über neun Millionen Messpunkte sein Handwerk sicher ausübt. Es handelt Flach-, Vierkant- und Rundprofile aus Stahl.

Die packen das! Das neue Kasto-Vereinzelungssystem Kastopick bar arbeitet mit Robotern. Neun Millionen Messpunkte sichern die exakte Handhabung von Stahlhalbzeugen, wie Flach-, Vierkant- und Rundmaterial. So geht`s dann zur Säge.(Bild:  Kasto)
Die packen das! Das neue Kasto-Vereinzelungssystem Kastopick bar arbeitet mit Robotern. Neun Millionen Messpunkte sichern die exakte Handhabung von Stahlhalbzeugen, wie Flach-, Vierkant- und Rundmaterial. So geht`s dann zur Säge.
(Bild: Kasto)

Bleche, die auf Ladungsträgern ordentlich übereinandergestapelt sind, lassen sich schon lange mit einem Manipulator wie dem Kastopick sheet vereinzeln. Bei einer chaotischen Langgutkassette kommt man bald an die Grenzen, so Kasto. Denn die Handhabung von unorientierten Objekten ist nicht trivial, weil ihre Lage und Ausrichtung schwer vorherzusagen sind. Dafür bedürfe es einer komplexen Erkennung und Anpassung, um sie korrekt zu greifen und abzulegen zu können. Kastp bietet für diese Aufgabe deshalb nun ein smartes Vereinzelungssystem an – den Kastopick bar. Dieser Roboter optimiere die Entnahme von magnetischem Blank- und Schwarzmaterial, was im neuen Lager ebenso klappe wie in bereits bestehenden Lagersystemen.

So funktioniert das Langguthandling ohne Teach-Prozess

Damit könnten Anwender unterschiedliche Stäbe aus Lagerkassetten mannlos im 3-Schicht-Betrieb entnehmen und manipulieren. Außer Flach-, Vierkant- und Rundstangen erkennt und greift das System aber, wie oben bereits erwähnt, auch Rund- und Profilrohre. So kommen Stahlverarbeiter in die Lage, mehrere Produktionsschritte komfortabel auszuführen, wie Kasto verspricht. Kastopick bar löst dabei zwei Aufgaben! Erstens kommissioniert es das Langgut und bereitet Bunde zum Versand vor. Zweitens stellt es Einzelstangen zur weiteren Verarbeitung auf dem Sägeautomaten bereit. Der Clou sei, dass das System kein Teach-in durch den Benutzer verlange.

Zunächst bewegt Kastopick bar einen 3D-Sensor-Messkopf über die bis zu sechs Meter lange Lagerkassette. Dieser Scan erzeugt eine 3D-Punktewolke, die ein von Kasto entwickelter Algorithmus verarbeitet, so die weitere Erklärung. Die Software analysiert die so gewonnenen Daten und lokalisiert die Stäbe sowie mögliche Greifpunkte für die Roboter. Dabei kämen nur Punkte infrage, die es den Maschinen ermöglichten, das Werkstück ohne Kollision abzulegen. Das bedeute, dass durch die „intelligente“ Fahrwegberechnung weder die Roboter zusammenstoßen würden, noch das Bauteil auf seiner Bahn auf ein Hindernis prallen könne. Dafür prognostiziert die Software die geplante Bewegung und optimiert die Strecke bis zur Zielposition, wie es heißt. Danach fange der Prozess mit dem nächsten Scan von vorne an.

Die Greifer an den Robotern des Kasto-Systems Kastopick bar können alles sicher packen, was magnetisch ist. Die Greifer können der Geometrie der zu bewegenden Halbzeuge angepasst, ausgewählt werden, wie es dazu heißt. Zuvor wird das Langgut gescannt.(Bild:  Kasto)
Die Greifer an den Robotern des Kasto-Systems Kastopick bar können alles sicher packen, was magnetisch ist. Die Greifer können der Geometrie der zu bewegenden Halbzeuge angepasst, ausgewählt werden, wie es dazu heißt. Zuvor wird das Langgut gescannt.
(Bild: Kasto)

Roboter fungiert als Bindeglied vom Lager zur Säge

Das Greifsystem vereinzelt und bewegt, wie gesagt, viele unterschiedliche Formate aus Stahl. Dabei können die Flach-, Rund- und Profilmaterialien auch ummantelt oder etikettiert sein. Kastopick bar kommuniziert darüber hinaus mit ERP-System, sowie mit den vor- und nachgelagerten Maschinen, um das passende Werkstück zum richtigen Zeitpunkt am passenden Ort bereitzustellen, erklärt Kasto weiter. Es verbindet so das Lagersystem, die Sägen oder die Umreifungsaggregate. Außerdem optimiere die Software durch Einzelstabmanipulation das Stapelbild anhand der Abmessungen und des Auftragsumfangs. Kastopick bar kann eckiges Material etwa so legen, dass es sich ideal zum Bund binden lässt. In der Standardausführung greife das System Stäbe bis zu einem Gewicht von 500 Kilogramm, höhere Lasten sind auf Wunsch möglich. Viele unterschiedliche Greifer stehen für individuell angepasste Lösungen zur Verfügung – je nach Form der zu bewegenden Objekte. Kastopick bar wählt vollautomatisch den für die jeweilige Aufgabe optimal geeigneten Greifer aus, um das Material schonend und sicher zu vereinzeln und zu transportieren.

Roboter-Pick-System schont die Mitarbeiter

Die vollautomatisierte Entnahme von Stäben aus Lagerkassetten entlastet nicht zuletzt die Beschäftigten. Sie müssen ja nicht länger schweres und unhandliches Material manuell oder per Kran auslagern und transportieren. Damit senken Unternehmen die körperlichen Belastungen ihrer Mitarbeiter und beugen potenziellen Verletzungen sowie Unfällen vor. Durch die intuitive Benutzeroberfläche von Kastopick bar könnten Fachkräfte das System einfach und effizient nutzen – ohne umfangreiche Trainings oder spezielle technische Kenntnisse. Sie arbeiten bereits nach kurzer Unterweisung sehr effizient und produktiv mit dem anwenderfreundlichen Vereinzelungssystem, wie Kasto verspricht. Stahlverarbeiter und -händler profitieren darüber hinaus von der unbemannten Kommissionierung durch optimierte Materialflüsse. Sie können so Ressourcen wie Arbeitskräfte effizient nutzen, Betriebskosten senken und Produktionsprozesse beschleunigen. Das neue Kasto-System eignet sich außerdem speziell für High-Mix-Low-Volume-Aufgaben, weil es ja unterschiedliche Materialien erkennt und immer die passende Greifstrategie wählt. Die äußerst präzise Steuerung sorge für sichere Bewegungen mit höchster Wiederholgenauigkeit.

Das volle Programm an Kastopick-Systemen

Kastopick bar ergänzt damit das Portfolio an Kastopick-Vereinzelungsmöglichkeiten sehr gut, heißt es. Mit Kastopick sheet kommissionieren Anwender unterschiedliche Blechformate, Kastopick select (bisher bekannt als Kasto ksg) unterstützt das Handling als manueller Kommissionierkran. Kastopick split nutzt den Aushub für die Vereinzelung von Langgut und ist geeignet für Stangen mit größeren Durchmessern, die ordentlich neben- und übereinanderliegen. Bei einer unsortierten Anordnung stößt dieses System aber an seine Grenzen, weil die Stäbe über die Länge abtauchen und sich nur durch einen gezielten Zugriff handhaben lassen. Diese Lücke wurde jetzt mit Kastopick bar geschlossen, das auch durch seinen geringen Platzbedarf überzeugt, wie der Hersteller anmerkt.

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