Alu-Alarm! Deutsche Aluminiumindustrie ist nicht zufrieden

Quelle: Aluminium Deutschland 2 min Lesedauer

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Die Lage der deutschen Aluminiumindustrie bleibt angespannt, heißt es. Vor allem die Fertigung von Aluminiumhalbzeugen musste den zehnten Quartalsrückgang in Folge verkraften.

Wie die aktuelle wirtschaftliche Lage rund um das so wichtige Leichtmetall Aluminium aussieht, hat erneut wieder der Verein Aluminium Deutschland analysiert ...(Bild:  S. Fuß)
Wie die aktuelle wirtschaftliche Lage rund um das so wichtige Leichtmetall Aluminium aussieht, hat erneut wieder der Verein Aluminium Deutschland analysiert ...
(Bild: S. Fuß)

Im dritten Quartal 2024 ging das Produktionsvolumen in den Betrieben, die sich mit Aluminium beschäftigen, erneut zurück. Rob van Gils, der Präsident von Aluminium Deutschland (AD), betont mit Blick auf diese Tatsache: „Nach den Bundestagswahlen muss eine neue Regierung ihre Arbeit schleunigst aufnehmen!“ Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sei offensichtlich bereits beschädigt. Energiekosten – und vor allem die Netzentgelte, aber auch die ausufernde Bürokratie – gefährden Deutschland als Industrienation, führt van Gils weiter aus. Auch die neue Europäische Kommission müsse dringend die handelspolitischen Risiken erkennen. Die Zeit. mahnt der AD-Präsident, drängt! Denn eine jüngst durchgeführte Umfrage unter den AD-Mitgliedsfirmen macht klar, dass rund 29 Prozent der Unternehmen dazu gezwungen sind, Beschäftigung abzubauen. Gleichzeitig mussten knapp 60 Prozent der Befragten allein im vergangenen Jahr Stellen schaffen, um den zunehmenden Berichtspflichten nachzukommen.

Strangpressprodukte aus Aluminium deutlich im Minus

Die bisherige Aluminiumproduktion in Deutschland in Tonnen. Aufgeschlüsselt in Recyclingaluminium und Aluminiumhalbzeuge.(Bild:  Aluminium Deutschland)
Die bisherige Aluminiumproduktion in Deutschland in Tonnen. Aufgeschlüsselt in Recyclingaluminium und Aluminiumhalbzeuge.
(Bild: Aluminium Deutschland)

Die Produktion der deutschen Aluminiumindustrie ist im dritten Quartal in den meisten Teilbereichen gesunken. Einen deutlichen Rückgang verzeichneten die Aluminiumrecycler, wie es heißt. Sie produzierten im Zeitraum von Juli bis einschließlich September nämlich knapp 683.000 Tonnen Recyclingaluminium (minus 6 Prozent). Nach dem ersten neun Monaten liegt das Produktionsniveau drei Prozent unter Vorjahr (rund 2,1 Millionen Tonnen). Die weiterverarbeitenden Produzenten von Aluminiumhalbzeugen erreichten im dritten Quartal mit über 592.000 Tonnen knapp das Vorjahresniveau (minus ein Prozent). In den ersten drei Quartalen produzierten sie rund 1,8 Millionen Tonnen Halbzeuge (minus drei Prozent). Darunter verzeichneten die Hersteller von Walzprodukten mit 1,4 Millionen Tonnen einen vergleichsweise moderaten Rückgang von zwei Prozent. Stärker sank die Fertigung von Aluminiumstrangpress-Produkten (minus 6 Prozent auf 366.000 Tonnen).

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