Rückenwind? Werften und deren Zulieferer registrieren ein Allzeithoch

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die allgemeine Lage der deutschen Industrie ist derzeit nicht berauschend, wie man weiß. Die deutsche Schiffsbaubranche boomt aber. Sie habe lediglich Angst vor China.

Was den Neubau von Schiffen aller Art in Deutschland angeht, so boomt das Geschäft – vor allem in puncto ziviler Schiffe. Die Zukunft heißt demnach Wachstum. Es gibt nur eins, was der Schiffsbaubranche Sorgen bereitet – die sehr erfolgreiche Konkurrenz aus China ...(Bild:  Crusac)
Was den Neubau von Schiffen aller Art in Deutschland angeht, so boomt das Geschäft – vor allem in puncto ziviler Schiffe. Die Zukunft heißt demnach Wachstum. Es gibt nur eins, was der Schiffsbaubranche Sorgen bereitet – die sehr erfolgreiche Konkurrenz aus China ...
(Bild: Crusac)

Deutschlands Schiffbauer sehen trotz der konjunkturellen Gesamtlage ausgesprochen optimistisch in die Zukunft, wie die dpa erfahren hat. Die Auslastung der Mitgliedsunternehmen sei hoch, die Auftragsbücher gut gefüllt. Die Branche beschäftige bundesweit rund 200.000 Personen und setze pro Jahr insgesamt rund 40 Milliarden Euro um. Der zivile Schiffsneubau habe im vergangenen Jahr mit einem Auftragseingang im Wert von über 10 Milliarden Euro sogar ein Allzeithoch erreicht. Das Reparaturgeschäft läuft demnach auch gut, der Marineschiffsbau in diesen Zeiten nicht weniger. Für die Zukunft sieht es also nach Wachstum aus.

Chinas Schiffsbauer machen volle Fahrt voraus

Sorge bereite jedoch die Dominanz Chinas in Sachen Schiffsneubau. So habe das Land 2002 in diesem Sektor noch eine gewichtete Bruttoraumzahl (sie berücksichtigt das umbaute Volumen, den Arbeitsaufwand beziehungsweise die Wertschöpfung in Abhängigkeit vom Schiffstyp) von etwa 1,5 Millionen gehabt. Nun rangiere China bereits jenseits der 20-Millionen-Marke. Europa sei dagegen von einst fünf Millionen auf unter zwei Millionen abgesackt, so Branchenkenner. Und seit 2021 liege China auch schon vor der ausgewiesenen Schiffsbaunation Südkorea und übernehme im Zuge dessen rund zwei Drittel aller zivilen Neubauaufträge.

Hinzu kommt, wie es weiter heißt, der massive Ausbau der chinesischen Marine, mit Blick auf den Konflikt mit Taiwan.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung