Jahrbuch-Fazit Die deutsche Industrie führt beim Einsatz von Robotern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die International Federation of Robotics (IFR) hat ihr Jahrbuch für 2025 veröffentlicht. Es stellt sich heraus, dass Deutschland bei der Automatisierung per Roboter in der EU die Nase vorn hat.

Das „World of Robotics 2025“-Jahrbuch der International Federation of Robotics ist raus! Demnach führt Deutschland europaweit bei den 2024 installierten Robotereinheiten, obwohl es einen Abschwung in der Automobilbranche gab ...(Bild:  Fanuc / S. Parente)
Das „World of Robotics 2025“-Jahrbuch der International Federation of Robotics ist raus! Demnach führt Deutschland europaweit bei den 2024 installierten Robotereinheiten, obwohl es einen Abschwung in der Automobilbranche gab ...
(Bild: Fanuc / S. Parente)

Die deutsche Industrie ist laut IFR-Analyse der europäische Spitzenreiter bei der Automation durch Robotersysteme. Denn der operative Bestand von Robotern stieg auf 278.900 Einheiten im Jahr 2024. was im Vergleich zu 2023 ein Plus von rund vier Prozent bedeutet, wie es heißt. Damit würden 40 Prozent aller Fabrikroboter innerhalb der EU (EU-27) in Deutschland genutzt. Die deutsche Wirtschaft installierte absolut gesehen demnach 27.000 neue Industrieroboter im letzten Jahr. Das durchschnittliche jährliches Wachstum lag nach Aussage der IFR zwischen 2019 und 2024 bei einem Plus von ebenfalls vier Prozent.

Roboterniedergang in der Automobilbranche

Der Trend für den Einsatz von Robotik und Automatisierungssysteme setzt sich also in Deutschland fort, wie Takayuki Ito, Präsident der IFR kommentiert. Im weltweiten Vergleich der jährlichen Roboterinstallationen liege Deutschland auf Rang fünf, hinter Korea, den USA, Japan und China. Aufgeschlüsselt nach Branchen verzeichnet die Metall verarbeitende Industrie das größte Wachstum, wie es weiter heißt. Allerdings investierte die für Deutschland besonders wichtige Automobilindustrie 2024 deutlich weniger in Industrieroboter. Der Absatz in der Automobilindustrie fiel sogar recht dramatisch! Und zwar um 25 Prozent auf 6.900 Einheiten im Jahr 2024, was das schwächste Ergebnis seit 15 Jahren markiere. Detaillierter gesagt, installierten Automobilhersteller 4.300 Einheiten (minus 15 Prozent) und Automobilzulieferer 2.700 Einheiten (minus 34 Prozent). Wegen einer geringer als erwartet ausgefallenen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sowie politischer Unsicherheiten auf nationaler und internationaler Ebene stellte die Branche Investitionsprojekte im Jahr 2024 zurück, so die Erklärung. Der Marktanteil des Segments lag im Branchenvergleich bei 26 Prozent aller installierten Roboter.

So hat sich seit der ersten IFR-Analyse die Zahl der in der Industrie installierten Robotereinheiten entwickelt ...(Bild:  IFR)
So hat sich seit der ersten IFR-Analyse die Zahl der in der Industrie installierten Robotereinheiten entwickelt ...
(Bild: IFR)

Roboterboom in der Metall verarbeitenden Industrie

Die Metall verarbeitende Industrie steuerte dabei aber auch mit 6.000 Robotereinheiten das beste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen bei. Das ist mit Blick auf das Vorjahr ein Plus von 23 Prozent. Der Marktanteil der Branche lag übrigens bei 22 Prozent. Es folgen die Chemie und die Kunststoffindustrie mit 3.100 installierten Einheiten (plus 71 Prozent) und die Elektro- respektive Elektronikindustrie mit 2.100 Einheiten (plus 18 Prozent). Die Produktion von Industrie-Robotern in Deutschland erreichte 31.200 Einheiten und liegt damit 10 Prozent unter dem Vorjahr. Sie kommen damit auf einen Marktanteil von sechs Prozent, wenn es um die weltweite Nachfrage geht. In den letzten Jahren sind außerdem neue Anbieter auf den Markt gekommen, die verschiedene Marktsegmente bedienen und das inländische Produktportfolio erweitern. Dazu gehöre auch die Produktion relativ günstiger Roboter.

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