Stanzanlagen

Die Herausforderung für das hochwertige Sicherheitsstanzteil ist das Material

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Manfred Wanzke, Geschäftsführer und Gründer der Wanzke Umformtechnologie, erläutert das umgesetzte Anlagenkonzept: „Die Anlage selbst besteht aus einer Abwickelhaspel, einer Einfädeleinrichtung und einer Vorschubrichtmaschine und aus der Presse selbst, welche patentiert ist. Die Presse ist ausgerüstet mit einem Auswerfer im Stößel, einem Auswerfer im Tisch und sie verfügt über alle Möglichkeiten, die man heute in der Umformtechnik findet.“ Beigestellt wurde eine Bandschmierung.

Stanzpresse mit patentiertem Antriebszylinder

Herzstück der Anlage aber ist der patentierte Antriebszylinder über vier Kammern. Außerdem beinhaltet das System eine automatische Schnittschlagdämpfung. „Durch ein zusätzliches Servoventil könnte die Anlage auch zu einer Servoanlage umgerüstet werden“, erläutert Wanzke einen weiteren Vorteil der Technik.

„Mit dem 4-Kammer-Antriebszylinder ist es möglich, Pressen für jede denkbare Aufgabe in der Umformtechnik so zu konfigurieren, dass eine kostensparende Fertigung möglich wird. Wer solch eine Presse einsetzt, muss nicht befürchten, dass Stanzaufträge in Billiglohnländer abfließen“, ergänzt Kriening. Auch sei es der Flamm Syscomp gelungen, aufgrund der neuen Pressen- und Werkzeugtechnik, verlorene Aufträge wieder zurückzuholen.

Stanzanlagentechnik trägt zur Reduzierung der Stückkosten bei

Im April 2009 begann dann die Einlaufphase für die Anlage und seit Anfang dieses Jahres läuft die Presse absolut störungsfrei im Zweischichtbetrieb. Auch Bernd Heners, Betriebsleiter bei Flamm Syscomp in Hennigsdorf, ist zufrieden: „Die Entscheidung, die Presse Typ A-SPS-160 zu kaufen, war richtig, denn wir können das selbst entwickelte Werkzeug darauf fahren. Das heißt auch, wir können Einfluss auf die Stückkosten nehmen. Beispielsweise konnte der Materialeinsatz noch einmal reduziert werden.“

Und mit diesem Pluspunkt kann das Unternehmen jetzt auch beim Kunden punkten. „Ursprünglich wurde die Maschine als Einzweckmaschine angeschafft. Durch die nach oben offene Flexibilität können wir jedoch jetzt neben den Stanzteilen weitere, zusätzliche Produkte auf der Anlage herstellen. Dazu gehören beispielsweise Teile mit Gewinde und Teile mit zusätzlichen Tiefziehoperationen“, beschreibt Heners die erweiterten Einsatzmöglichkeiten der Anlage.

Stanzteile für viele Märkte

Flamm Syscomp überzeugt seit mehr als 65 Jahren als Systemlieferant der Automobil-, Hausgeräte- und Elektroindustrie sowie der Bahntechnik. Das Unternehmen beliefert die nationalen und internationalen Märkte mit Stanzteilen und Systemkomponenten. Die dazu benötigte Werkzeugtechnik wird im eigenen Werkzeugbau entwickelt, gefertigt und optimiert.

Auch Hybridteile werden in Hennigsdorf seit etwa drei Jahren gefertigt. Diese werden vollautomatisch einer Anlage zugeführt und dann mit Kunststoff ummantelt. Das Produktspektrum der Hennigsdorfer ist breit und reicht von reinen Stanzartikeln aus unterschiedlichsten Stahl- und Edelstahlsorten mit oder ohne Oberflächenbehandlung bis zu Hybridbaugruppen oder komplexen, automatisierten Montagen.

Erhalt der Marktposition erfordert Know-how und ausgereifte Technik

„Wir haben uns auf diesem Markt einen Stand und einen entsprechenden Bekanntheitsgrad erarbeitet“, unterstreicht Betriebsleiter Heners die Position des Unternehmens. „Seit drei Jahren liefern wir beispielsweise auch Hochpräzisionsteile nach China, an deren Umsetzung die Experten vor Ort gescheitert sind.“

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