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Für die Bahnindustrie ist Flamm Syscomp seit Anfang der 90er-Jahre tätig. In dieser Zeit wurden die Verfahren immer weiter optimiert, um qualitativ hochwertige Teile herstellen zu können. „Es war ein langer Weg und manchmal auch ein Kampf, bis wir unsere heutige Position erreicht hatten“, erzählt Kriening.
Stanzteile-Spezialist wächst kräftig
2005 ist man vom Zentrum Berlins aus an den neuen Standort nach Hennigsdorf umgezogen, weil die Expansion notwendig war und die Innenstadtlage viele Beeinträchtigungen mit sich brachte. Die Anfangsfläche von 6000 m2 wurde im Jahr 2009 noch einmal um weitere 4000 m2 erweitert, sodass das Unternehmen heute über 10000 m2 Produktions- und Nutzfläche verfügt.
Gearbeitet wird auf acht Stanzautomaten, mit Presskräften zwischen 80 und 630 t. Einziger hydraulischer Stanzautomat ist die Wanzke-Anlage.
In den vergangenen Jahren wurden in Hennigsdorf jährlich durchschnittlich 100 Mio. Stanzteile gefertigt. „In letzter Zeit werden zunehmend Hochpräzisionsteile verlangt – mit angegliederten Montagen oder Gewindeformen im Stanzprozess“, beschreibt Kriening eine Entwicklungstendenz. „Gefragt sind präzise und fertig fallende Teile von der Maschine. Dadurch können wir uns von der Konkurrenz abheben. Einfach nur stanzen kann schließlich jeder.“
Knackpunkt im Stanzprozess war das Material
Insgesamt 20 Mitarbeiter und 6 Auszubildende sind in Hennigsdorf mit der Schaffung individueller Werkzeuge beschäftigt, die es ermöglichen, kundenspezifische Systemkomponenten zu fertigen und sich dadurch von der Konkurrenz abzuheben. Auch die Stanzteile für die Gleistechnik werden auf einem automatisierten Werkzeug hergestellt. Material und Herstellprozess stellten die Experten jedoch vor eine komplizierte Aufgabe, die mit der Wanzke-Technik letztendlich gelöst werden konnte.
„Die Herausforderung im Prozess war mikrolegierter hochfester Feinkornstahl, 5 mm dick. Die Festigkeit des Werkstoffes liegt bei 1400 N/mm2. Wie man sich vorstellen kann, gab es Probleme bei Abwickeln und Richten dieses Bandes, das eine hohe Federeigenschaft hat“, beschreibt Bernd Heners die Ausgangssituation.
Eine Herausforderung, die Manfred Wanzke gern annahm und für die er auch eine passende Lösung fand. Denn dass Tüfteln seine Stärke ist, weiß er. „Die Liebe zur Konstruktion und Entwicklung ist mir in die Wiege gelegt worden“, sagt Wanzke. Immer wieder nahm er neue Herausforderungen an. 1964 machte er sich dann selbstständig und ist seit dieser Zeit erfolgreich am Markt.
Stanzpressen-Hersteller legt Wert auf Ausbildung
Seit mehr als 50 Jahren baut die Wanzke Umformtechnologie GmbH nun Pressen. Das Know-how, welches dazu erforderlich ist, hat Manfred Wanzke gern weitergegeben. „Ich habe etwa 350 junge Leute ausgebildet. 45 davon sind heute als selbstständige Unternehmer tätig“, erzählt der Geschäftsführer und Unternehmensgründer.
Als „Umformtechnik-Senior“, so Wanzke mit einem Lächeln weiter, sei es ihm wichtig, nicht nur das Fachwissen zu vermitteln, sondern auch das mittelständische Unternehmertum anzuschieben. Denn aus eigener Erfahrung weiß er, wie viele Klippen es dabei zu umschiffen gibt.
Ganz nebenbei ... die Entwicklung eines neuen Pleuel-Kolben-Verbrennungsmotors, der jetzt patentiert wurde, ist das jüngste Ergebnis aus der Wanzke-Entwicklungsschmiede. „Ich liebe es, wenn es irgendwo ungelöste Probleme gibt, denen ich mich widmen kann“, sagt Manfred Wanzke abschließend.
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