Lackieren Dürr und Henkel arbeiten bei neuer Tauchlackierung zusammen

Redakteur: Dietmar Kuhn

Beste Qualität bei niedrigerem Energieverbrauch und geringeren Kosten versprechen Dürr und Henkel mit dem Tauchlackierverfahren Aquence, das völlig ohne Schwermetalle auskommen und damit die Umwelt schonen soll. Für die Weiterentwicklung dieser Technik haben sich Henkel und Dürr nun zusammengeschlossen.

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Die beiden Pioniere in der Großserienlackierung starten ihre Kooperation im Non-Automotive-Bereich, in dem Henkel sein patentiertes Aquence-Verfahren bereits erfolgreich zum Einsatz bringt. In enger Abstimmung werden Henkel und die Dürr-Produktlinie PSI (Paint Systems Industrial) hier Optimierungspotenziale realisieren, sowohl im chemischen Prozess als auch in der Anlagentechnik und der Prozessführung. Die Aquence-Technologie ersetzt die Kombination aus Vorbehandlung (VBH) und Tauchlackierung (KTL) durch einen einstufigen Prozess.

Lackierverfahren kann unterschiedlich dicke Schichten erzeugen

Hinter Aquence steckt ein neues chemisches „Autodepositionsverfahren“ zur Erzeugung von Korrosionsschutzbeschichtungen mit variabler Schichtdicke. Die Abscheidung erfolgt, ohne dass das Bauteil unter Strom gesetzt werden müsste, direkt aus einer wässrigen organischen Emulsion heraus auf die entfettete Werkstoffoberfläche. Eine spezielle Vorbehandlung des Bauteils, beispielsweise eine Phosphatierung oder Chromatierung, ist nicht notwendig.

Das Aquence-Verfahren erzeugt nur bei der Benetzung von eisenhaltigen Oberflächen eine Beschichtung, Kunststoffe bleiben unbeschichtet. So können nicht nur komplexe Strukturen gleichmäßig von außen und innen beschichtet werden, sondern auch komplette, schon vormontierte Baugruppen aus unterschiedlichen Materialien.

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