SPI / Wiggert

Durchgängig vom 3D Modell zum .geo-Format

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Zielsetzung war es nun, eine Lösung zu finden, mit der ein durchgängiger 3D-Prozess realisiert und eine sehr enge, fehlerfreie Verzahnung zwischen Konstruktion und Fertigung realisiert werden könnte. Die Umsetzung stellte sich allerdings zunächst als schwer realisierbares Vorhaben heraus: "Im Bereich der mechanischen Bearbeitung gibt es für die nahtlose 3D-Datenübergabe vom CAD an die Maschinenprogrammierung zahllose CAD-CAM-Lösungen und entsprechende Anbieter", fasst Stefan Kolb seine frühen Recherchen zusammen. „Mit großer Verwunderung mussten wir aber lernen, dass in der Blechfertigung auch im 21. Jahrhundert noch immer das genaue Gegenteil der Fall ist. Während auf großer Bühne nur noch von Industrie 4.0 geredet wird, sind bei Maschinen- und CAD-Herstellern im Blechbereich noch immer Kopfsteinpflaster-und-Pferdekutsche-Stand der Technik. Von 3D-Durchgängikeit keine Spur.“ Selbstprogrammierte Lösungen erwiesen sich als nicht wirtschaftlich und wären aufgrund unzulänglicher API-Schnittstellen auf der CAD-Seite auch nur eingeschränkt umsetzbar.

„Die von Maschinenlieferantenseite angebotenen Lösungen ließen sich nicht in unsere CAD- und PDM-Welt der Konstruktion integrieren", resümiert der Technische Leiter. "Sie zu nutzen, hätte zur Schaffung einer Parallelwelt geführt, die mit vielen Nachteilen und keinem einzigen echten Vorteil verbunden gewesen wäre.“

Kübelbahn für die USA

Im Mai 2014 stieß Wiggert auf den Ahrensburger Blechprofi SPI und dessen Software-Lösungen. Nach intensiven Gesprächen und Evaluierungsrunden in der zweiten Jahreshälfte fiel die Entscheidung. Anfang 2015 erfolgte die Implementation von fünf Lizenzen. Den Ausschlag gab unter anderem die Erfüllung folgender Bedingungen:

  • die Integration in die vorhandene CAD- und PDM-Welt in der Konstruktion war problemlos möglich
  • ein durchgängiger 3D-Prozesses, vom 3D-Modell direkt zum Maschinenformat .geo (Blech-CAD-CAM) wurde realisiert
  • der Zeitaufwand für die manuelle Aufbereitung der CAD-Daten für die Laserschneidanlage konnte drastisch gesenkt werden
  • Fertigungsfehler infolge von Aufbereitungsfehlern (z.B. fälschlicher Weise gelöschte Bohrungen) wurden auf nahe Null reduziert
  • SPI ermöglicht es, Fertigungsattribute mitzuliefern und auf die Blechteile gravieren zu lassen (Teilenummern, Körnerpunkte, Biegekanten, …)

„Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe und die individuelle Betreuung sowie ein erkennbares großes Potential für Optionen und Erweiterungen haben mich dann endgültig überzeugt", fasst Stefan Kolb zusammen. "Unsere Ziele haben wir in kürzester Zeit erreicht. Die Investition hat sich innerhalb eines Jahres amortisiert.“

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