SPI / Wiggert

Durchgängig vom 3D Modell zum .geo-Format

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Ein Projekt, bei dem die Vorzüge der jetzt eingesetzten Lösung zum Tragen kamen, ist eine Kübelbahnanlage für ein Rohrwerk, das in den USA produziert. Kübelbahnen werden für den innerbetrieblichen Betontransport eingesetzt. Abhängig von der Betonkonsistenz verfügen sie über einen Drehkübel (für flüssige Betone) oder einen Kübel mit Bodenentleerung (für erdfeuchte Betone), - wie bei diesem Projekt der Fall. Die hierfür neu entwickelten, allradgetriebenen Kübelbahnen der Firma Wiggert & Co. fahren mit bis zu 10 km/h in Schienensystemen aus U- oder Doppel-T-Profilen, die bis zu 10 % Steigung und Kurvenradien von nur 4.500 mm haben können. Die Antriebsmotoren sind geschützt in den Achskörpern untergebracht, der Betontransportkübel hängt unterhalb der Fahrbahn. Das Gesamtgewicht einer Kübelbahn mit einem für das USA-Projekt definierten Nutzvolumen von 2500 l Beton beträgt 11.500 kg, das sich aus der Nutzlast 6.000 kg und dem Leergewicht 5500 kg zusammensetzt. Die Entwicklung und Fertigung von vier bestellten Fahrzeugen erfolgte in einem Zeitraum von nur sechs Monaten.

Produktivität um Faktor 4 gestiegen

Mit SPI SheetMetal Inventor und der SPI Tru-Tops-Schnittstelle wird die Trennung von Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung bei Wiggert faktisch aufgehoben. Die Konstruktion von Blechteilen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Prozessinformation liefert ein Höchstmaß an Präzision, verschlankt Prozesse und liefert fehlerfreie und fertigungsgerechte Ergebnisse.

Parallel zu SPI kommt Software der Firma U-Werk zum Einsatz. Mit diesen Tools werden (analog zur 3D-Direktschnittstelle Inventor-Tru-Tops mit SPI) die CAD-Stücklisten direkt aus der Konstruktion im Excel-Format übernommen und zum Verwalten der .geo-Dateien und Fertigungsstückzahlen verwendet („Jobbuilder“). Ein weiteres Highlight der einzigartigen Kombination von SPI- und Stücklisten-Software ist die automatische Beschriftung gleicher Teile mit individuellen Auftrags- und Pro­duktions­nummern („Geo-Marker“), die das Abräumen der Laserschneidanlage und den nachfolgenden Materialfluss erheblich vereinfacht. Kolb fasst die erreichten Ziele zusammen: „Durch die Implementierung von SPI und Jobbuilder ist die Produktivität an der Laserschneidanlage um den Faktor 4 gestiegen. Der Papierbedarf in der Konstruktion ist um etwa 40 % gesunken, da die Fertigung keine gedruckten Abwicklungen mehr benötigt.“ Dieser Rückgang veranschaulicht die Produktivitätssteigerung in der Konstruktion. Der Zeitbedarf für das Erstellen der .geo-Dateien beträgt nur einen Bruchteil dessen, was dadurch eingespart wird, dass Abwicklungen nicht mehr gezeichnet, geplottet, gefaltet und in die Fertigung gebracht werden müssen. Die Qualität der Biegeteile hat sich erheblich verbessert, da jedes Teil mit den richtigen Parametern aus der Maschinendatenbank abgewickelt wird. Fehlende Features wie Bohrungen, die beim Aufarbeiten versehentlich gelöscht wurden, oder maßstäblich falsch gefertigte Teile gehören der Vergangenheit an. Musterteile können in kürzester Zeit und sehr einfach erstellt werden. Die „3D-Idee“ liegt oft schon eine halbe Stunde später auf der Werkbank. Für die "gewöhnliche" Auftragskonstruktion ist ein erheblich geringerer Vorlauf erforderlich, so dass inzwischen Lieferzeiten eingehalten werden können, die früher unrealistisch waren. Die Einfachheit des gesamten Ablaufs und die hohe Durchgängigkeit motiviert zur noch konsequenteren Umsetzung von reinen Blechkonstruktionen.

SPI auf der Euroblech 2016: Halle 11, Stand B105

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