„Mehr Effizienz im Presswerk“ Pressencharakterisierung für die Bombierung von Werkzeugen

Ein Gastbeitrag von Georg Ivanov 1 min Lesedauer

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Immer kürzere Modellzyklen führen zur Zunahme an notwendigen Einarbeitungen von Neuwerkzeugen in der Karosseriefertigung.

Georg Ivanov, Leiter Forschungsfeld Produktionstechnik am ICM - Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V..(Bild:  ICM)
Georg Ivanov, Leiter Forschungsfeld Produktionstechnik am ICM - Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V..
(Bild: ICM)

Die auf einer Tryout-Presse vorabgenommenen Umformwerkzeuge liefern auf den Produktionsmaschinen häufig zunächst nur Ausschuss. Ein Problem ist dabei ein zur Tryout-Presse abweichendes Verhalten der Produktionsmaschine, welches die WZ-Einarbeitung erschwert. Ein Beitrag zur Effizienzsteigerung und Beschleunigung der Werkzeugeinarbeitung von Karosseriewerkzeugen ist deren simulationsgestützte Bombierung während der Werkzeugkonstruktion.

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Dabei werden die spezifischen lastabhängigen Aufspannplattenverformungen und -verlagerungen der Produktionspresse in die Umformsimulation einbezogen. Im Ergebnis erhält man optimierte WZ-Aktivflächen, welche bereits eine Kompensation der prozessspezifischen Aufspannplattenverformungen der Produktionspresse enthalten.

Präzise und schnelle messtechnische Charakterisierung

Ein entsprechendes Software-Modul „Tool Deflect“ stellt die Autoform GmbH seit Kurzem zur Verfügung. Für die Kalibrierung der Pressenersatzmodelle im Umformmodell fehlen leider in den meisten Fällen die notwendigen Realmessdaten, welche das lastspezifische Verhalten der Produktionspresse beschreiben. Dem möchte Autoform durch eine Kooperation mit dem ICM Chemnitz begegnen. Das ICM hat speziell für diese Anwendung ein neues Messverfahren und zugehöriges Messsystem entwickelt, welches eine präzise und schnelle messtechnische Charakterisierung von Karosseriepressen ermöglicht.

Parametrierung der Pressenersatzmodelle

Das Messsystem wurde speziell für die Erfassung lastspezifischer Verformungen und Verlagerungen an Pressenaufspannplatten entwickelt. Die Entwicklung adressiert die messtechnischen Unzulänglichkeiten bisheriger weit verbreiteter Messsysteme (z.B. Stereokamera-Systemen, Lasertracker-Systeme) hinsichtlich ihrer ungenügenden Genauigkeit und dem hohen Messaufwand. Auch gegenüber klassischen Messtaster-Messungen bietet das Messsystem wesentliche Vorteile. Die generierten Daten werden direkt über die Messsoftware in ein von Autoform einlesbares Format überführt und stehen für die Parametrierung der Pressenersatzmodelle zur Verfügung. Auf der Fachtagung „Mehr Effizienz im Presswerk“ am 5. Juni 2025 in Würzburg wird dieses System in einem Vortrag vorgestellt.

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