Lasertechnik

Ein Blechbearbeiter geht mit Laser-Rohrbearbeitung fremd

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Wie die Visionen bei Elting reifen und wie einfach und schnell dann die Entscheidungen getroffen werden, das zeigt sich deutlich an der jüngsten Entscheidung – einer Entscheidung, neben der Blechfertigung auch in die Rohrbearbeitung einsteigen zu wollen. Ein paar Kilometer von Liedern entfernt haben sich die Eltings ein neues Firmengebäude gegönnt. Auf weit über 3000 m² soll dort in naher Zukunft die Blechbearbeitung aus Liedern untergebracht werden. Betritt man die Halle, so wird man doch von einer anderen Anlage förmlich angezogen.

Deshalb, weil diese durch ihre Monstermaße sehr auffällig ist. Die Entscheidung dafür, es ist eine Rohr-Laserbearbeitungsmaschine Mazak 3D Fabri Gear 300, haben die Eltings im gemeinsamen Familienurlaub getroffen. „Es klingt verrückt“, gibt Guido Elting zu, „aber es war unsere Urlaubsbeschäftigung. Auf einem Bierdeckel haben mein Vater und ich die Kalkulation gemacht. Als wir wieder zu Hause waren, fiel die Entscheidung für diese 1,6 Mio. Euro teure Anlage.“

Zur Vorbereitung dieser Entscheidung haben sich die Eltings auf dem Markt für die Großrohrbearbeitung gründlich umgeschaut und entdeckten damit eine Marktlücke. „Derartig große Rohre“, verrät Guido Elting, „werden vor allem im Fahrzeugbau für Rahmenkonstruktionen eingesetzt. Wir haben ja schon solche Rohre für Kunden bearbeitet, haben sie gebohrt und andere mechanische Arbeiten daran gemacht. Weil wir aber schon Laserbearbeitung von der Blechseite her kennen, dachten wir, dass es so etwas auch für Großrohre gebe, das wäre dann viel einfacher.“

Auftragsbücher gut gefüllt

Fündig geworden sind die Eltings dann im Verband deutscher Laseranwender – Blechbearbeitung (VdLB), wo auch die Yamazaki Mazak Optonics Corp. mit ihrem europäischen Sitz in Brüssel Mitglied ist. „Wir haben dann dort angefragt, ob wir denn eine solche Anlage für die Großrohrbearbeitung in Deutschland sehen könnten. Unser Mazak-Mann Eladio Delgado mit Büro in Düsseldorf teilte uns aber mit, dass es hierzulande noch keine derartige Anlage gibt“, erzählt Guido Elting. „Auch das stärkte unsere Gedanken, dass wir auf der richtigen Spur waren“, ergänzt er. Als die Eltings dann in Japan bei Mazak zu Gast waren und die Fabri Gear 300 das erstemal live sahen, hatten sie ein gutes Gefühl.

Heute freuen sich die Eltings darüber, dass sie die Investition getätigt haben. Die Kunden klopften schon Monate vor der Inbetriebnahme an die Türe und bringen die Aufträge.

Eine Lasermaschinengigant geht in Betrieb

Mit der Inbetriebnahme der Mazak 3D Fabri Gear 300, die als komplette Profillasereinheit für Rohre und Profile zur Verfügung steht, können nun Abmessungen bis 15 m Länge und Durchmesser bis 305 mm oder Quadratrohre bis 250 mm auf Länge geschnitten, mit geometrisch bearbeiteten Rohr-Enden oder mit einfachen Löchern und Ausbrüchen versehen werden – da können sich Auftraggeber und -bearbeiter so richtig austoben.

Durch die Zusammenarbeit der FG-CAD/CAM-Software mit der 3D Fabri Gear 300 können nahezu alle Wünsche der Rohr-Laserbearbeitung erfüllt werden. „Wir vertrauen nicht nur auf die Mazak-Laseranlage sondern auch auf die dafür zugeschnittene CAD/CAM-Lösung, weil keiner die Maschine so gut kennt wie der Hersteller“, verrät Guido Elting. Die Eltings gehen damit den konsequenten Weg als Speziallösungsanbieter mit einem um die Rohr-Laserbearbeitung erweiterten Angebot, das mit Sicherheit ein dickes Zusatzgeschäft verspricht. Der sehr breite Anwendungsbereich für exakt bearbeitete und kundenspezifische Rohrlösungen in großen Dimensionen sichert Elting neben der Blechbearbeitung damit ein zweites Standbein und einen erweiterten Aktionsradius, der über die Grenzen der Blechbearbeitung hinausgeht.

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