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Lasertechnik

Ein Blechbearbeiter geht mit Laser-Rohrbearbeitung fremd

| Autor/ Redakteur: Dietmar Kuhn /

Die Blechbearbeitung gehört bei Elting in Bocholt-Liedern, wenige Kilometer von der holländischen Grenze entfernt, bereits zur Tradition. Das Unternehmen gehört seit Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zu den renommiertesten Blechbearbeitern in Deutschland. Jetzt hat das aus Franz und Guido Elting bestehende Geschäftsführer-Team die Liebe zur Rohr-Laserbearbeitung entdeckt.

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Mit dieser 1,6-Mio.-Euro-Investition, einer Mazak 3D Fabri Gear 300, die insgesamt 36 m lang ist, kann Elting Rohre bis zu 15 m Länge und 305 mm Durchmesser oder 250 mm x 250 mm laserbearbeiten. Bilder: Kuhn
Mit dieser 1,6-Mio.-Euro-Investition, einer Mazak 3D Fabri Gear 300, die insgesamt 36 m lang ist, kann Elting Rohre bis zu 15 m Länge und 305 mm Durchmesser oder 250 mm x 250 mm laserbearbeiten. Bilder: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwar auf dem flachen Land, aber fast idyllisch gelegen, findet man in Bocholt-Liedern das Domizil der Elting Geräte- und Apparatebau GmbH & Co. KG. Dort in der Werther Straße 265 ist der traditionelle Standort, an dem das Unternehmen einen Lohnbetrieb für die Blechbearbeitung betreibt. „Wir gehören zu den klassischen Job-Shoppern“, sagt Fanz Elting, der gemeinsam mit seinem Sohn Guido die Geschäfte führt. Gegründet wurde der Familienbetrieb bereits 1936, um Reparaturen an Maschinen und Geräten durchzuführen.

Ein Gang durch die Fertigung verrät, dass es bei Elting hoch hergehen muss. Denn das 50-Mann-Unternehmen ist mit einem wahnsinnig umfangreichen Maschinenpark ausgestattet. Da finden sich Marken wie Safan, Bystronic, Trumpf und Amada wieder. „Ich kann mich noch erinnern“, sagt Franz Elting, „wir haben schon Ende 1980 eine Menge Zulieferteile auf unseren Stanzanlagen hergestellt. Die CNC-Technik hielt bei uns etwa 1985 Einzug. Aber die erste professionelle Stanzmaschine war eine 235er Trumpf, die wir als Gebrauchtmaschine gekauft haben.“ Heute setzt Elting ausschließlich auf neue Maschinen.

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Schnelle Entscheidungen sind das Markenzeichen

Im Laufe der Jahre hat sich Elting zu einem bedeutenden Blechbearbeiter entwickelt, der seine Fühler auch ins benachbarte Holland ausstreckte und dort ebenso aktiv ist wie in Deutschland, ja er macht dort mit 60% sogar mehr Umsatz als hierzulande. „Es war bei allen Entscheidungen eigentlich immer wie beim Pokern“, sagt Franz Elting und erklärt, wie die immer im Familienkreis entwickelten Visionen in die Realität umgesetzt wurden. „Investitionsfreudig waren wir eigentlich schon immer“, ergänzt er. Auch der Einstieg in die Laserbearbeitung von Blechen verlief ähnlich. War der Entschluss aber erst einmal gefasst, dann lief das Geschäft. Weil das Unternehmen weit und breit das einzige war, das Bleche mit Laser bearbeiten konnte, waren die Auftragsbücher immer schnell gefüllt. Hört man den Eltings aufmerksam zu, so kriegt man eine einzigartige Erfolgsgeschichte eines deutschen Mittelständlers präsentiert.

Die Elting-Kunden wissen, dass sie vom Prototyp bis zur Nullserie alles haben können – und das zur rechten Zeit in bester Qualität. Franz und Guido Elting gehören zu den Männern, die schnelle, aber trotzdem fundierte Entscheidungen treffen. „Der Vorteil“, sagt Guido Elting, „ist der, dass bei uns noch flache Hierachien herrschen. Unsere Organisation ist noch ein bisschen cheforientiert und das macht die ganze Sache etwas einfacher.“

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