Humanoide Roboter, auch nur Humanoide genannt, bringen laut Roland Berger ein Billionen-Dollar-Potenzial für die Industrie mit sich.
Tja! Humanoide Roboter machen sich laut einer Studie von Roland Berger unaufhaltsam auf den Weg in die Industrie. Viele haben vielleicht davor Angst, aber die Systeme werden mehr Vorteile bringen als Probleme – wenn sich Europa das Zepter nicht wieder aus der Hand nehmen lässt ...
(Bild: Roland Berger)
Humanoide Roboter stehen laut Aussage von Roland Berger vor dem Sprung aus der Prototypenphase in die industrielle Skalierung. Die aktuelle Studie „Humanoid Robots 2026 - The Convergence Moment for a New Market“ offenbart, dass durch Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und passender Hardware für Roboter Humanoide perspektivisch zu Betriebskosten von rund zwei US-Dollar pro Stunde arbeiten würden. Damit wären sie in Hochlohnländern wie Deutschland ein entscheidender Faktor, um Wettbewerbshemmnisse auszuhebeln und den Standort zu sichern. Auch könnten neuartige Industrien entstehen und dem Fachkräftemangel wirksam begegnet werden. Auch dürfte Robotikherstellern bis 2035 ein Umsatz von etwa 300 Milliarden US-Dollar winken. In besonders optimistischeren Rechenszenarien sind es sogar rund 750 Milliarden US-Dollar. Langfristig könne der Markt bis zu vier Billionen US-Dollar erreichen, womit er das Potenzial habe, eine Marktgröße wie die der Automobilindustrie zu erreichen. Die entscheidende Frage ist nach Ansicht der Experten auch nicht mehr, ob humanoide Roboter kommen, sondern wie schnell sie sich durchsetzen.
Bei humanoiden Robotern hapert es vor allem an der Software-Reife
Humanoide Roboter erobern außerdem auch neue Absatzmärkte, die weit über den eigentlichen Roboter hinausgehen, heißt es. Man denke an Motoren, Mechanik und Sensoren bis hin zu Elektronik und Produktionsausrüstung, was eine komplexe Wertschöpfungskette schmiedet, die in großen Teilen auf bestehenden Industriekompetenzen aufbaut. Bis humanoide Roboter aber vollständig autonome Produktionsaufgaben übernehmen können, muss die Technik weiter fortschreiten, merken die Experten an. Während die Hardware bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sei, reiften Software, Lieferketten oder Regulierungen derzeit sukzessive nach. Der Nutzen werde sich zunächst in klar abgegrenzten, repetitiven Anwendungen zeigen – etwa Gegenstände auspacken oder transportieren. Aber erst mit zunehmendem Reifegrad der Software können sich die Tätigkeiten ausdehnen, sagt Roland Berger. Aber auch Aspekte wie Haltbarkeit, Sicherheits- und Haftungsfragen entscheiden über Geschwindigkeit und Breite der Industrialisierung von Humanoiden. So müssten die komplexen Systeme einen Dauerbetrieb in teils rauen Produktionsumgebungen aushalten können, damit sie sich durchsetzten. Dann arbeiten Humanoide dynamisch und bewegen sich in den gleichen Räumlichkeiten wie Menschen, was neue Test- und Zertifizierungslogiken sowie einheitliche Gesetzgebung verlangt.
Europa hat den Anschluss bei Humanoiden noch nicht verpasst!
Zwar verfügt Europa über eine starke industrielle Basis – insbesondere in Automobil und Maschinenbau sowie in puncto Automatisierung, doch Investitionen, Stückzahlen und Start-up-Ökosysteme hinkten aktuell noch hinter den USA und China hinterher. Der Kontinent hat den Anschluss laut der Studie aber noch nicht verloren! Er muss aber entschlossen handeln! Thomas Kirschstein, Partner bei Roland Berger, kommentiert: „Europa hat die technologischen Fähigkeiten, in Zukunft von humanoiden Robotern zu profitieren. Was fehlt, ist die Entschlossenheit, in eigene Wertschöpfungsketten zu investieren und schnell zu skalieren.“ Humanoide Roboter eröffnen nicht zuletzt mit den oben genannten Betriebskosten die Möglichkeit, auch arbeitsintensive Produktionen wieder wirtschaftlich zu machen und nach Europa zu holen. Die Voraussetzung dafür sei eine europäische Wertschöpfungsstruktur. Das heißt, mehr Skalierung, mehr Investitionen und eine engere Verzahnung von Industrie, Zulieferern und Technologieanbietern. Gelinge das nicht, drohe Europa von fremden Technologien abhängig zu werden, obwohl es heute über 20 Start-ups für Humanoide dort gibt. Ohne eine eigene industrielle Wertschöpfungskette, die mit den USA und China mithalten kann, wird aber ein erheblicher Teil der wirtschaftlichen Vorteile außerhalb Europas genossen, wie es heute bereits in Teilen der KI-Industrie zu beobachten ist.
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.