Bestenfalls Stagnation Der Iran-Krieg kann Wirtschaftswachstum beeinträchtigen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Wegen des Iran-Kriegs rechnet der Industrieverband BDI in diesem Jahr nicht mehr mit Wachstum, was die Industrieproduktion angeht ...

Der BDI-Präsident, Peter Leibinger, sprach im Rahmen der Hannover Messe unter anderem davon, dass Angesichts des Iran-Krieges der europäischen und deutschen Wirtschaft der Kragen eng werden kann. Doch speziell in Deutschland liegt das Problem ganz woanders ...(Bild:  dpa / M. Kappeler)
Der BDI-Präsident, Peter Leibinger, sprach im Rahmen der Hannover Messe unter anderem davon, dass Angesichts des Iran-Krieges der europäischen und deutschen Wirtschaft der Kragen eng werden kann. Doch speziell in Deutschland liegt das Problem ganz woanders ...
(Bild: dpa / M. Kappeler)

Statt der bisher angepeilten leichten Verbesserung ist nach Meinung des BDI aufgrund des Iran-Krieges nun bestenfalls noch mit einem stagnierenden Ergebnis zu rechnen, wie es im Rahmen der Hannover Messe hieß. Damit streicht der Verband die eigene Prognose vom Januar, die noch einen Zuwachs von wenigstens einem Prozent erwartete. Zur Begründung verwies der Verband auf einen schwachen Jahresstart. Und Angesichts des Iran-Kriegs drohten jetzt sogar Risiken für einen erneuten Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe.

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„Seit 2022 ist die Industrieproduktion in Deutschland jedes Jahr gesunken“, mahnte Peter Leibinger, der Präsident des BDI. Die Krise im Iran schaffe zusätzliche Unsicherheit und belaste damit die Unternehmen. Sollten etwa die Störungen im Schiffsverkehr länger anhalten, droht nach Einschätzung des Verbands das fünfte Jahr in Folge ein Rückgang der Produktion. Vor allem die Energiepreise würden klettern. Und die Produktion liegt bekanntlich weiter deutlich unter früheren Marken. Die Kapazitäten seien nur zu gut 78 Prozent ausgelastet. Und auch wenn der Konflikt jetzt schnell beendet werde, hielten die negativen Auswirkungen noch länger an. Dauert der Konflikt aber schlimmstenfalls noch Monate an, werden die Auswirkungen zunehmend unkalkulierbar, warnte Leibinger.

Bis zum Sommer müssen Wachstumskräfte entfaltet werden

Die Energiepreise werden sicher weiter anziehen und das könnte natürlich das weltweite Wachstum ganz erheblich treffen und den Euroraum wirtschaftlich zur Stagnation führen. Sollte der Konflikt bis Jahresende andauern, komme das ganz sicher. Der Iran-Krieg sorgt laut Leibinger auch dafür, dass der Aufschwung weit ins zweite Halbjahr verschoben wird – vermutlich eher ins nächste Jahr. Zwar würden die hohen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung die Nachfrage stützen, doch sie reichten alleine für einen spürbaren Aufschwung nicht, muss der BDI-Chef erkennen. Deutschland, appelliert Leibinger, muss jetzt handeln! Und das würde nützen, denn die geopolitische Lage verschärfe das Problem nur. Sie sei nicht die Ursache für die maue Konjunktur. Es gibt demnach gravierende strukturelle Probleme in Deutschland –alle voran die hohen Kosten am Standort, Steuern und Bürokratie. Leibinger muss feststellen: „Deutschland sind als Standort nicht mehr wettbewerbsfähig!“ Leibinger richtete sich an die Bundesregierung: „Bis zum Sommer brauchen wir ein echtes Reformpaket, das Wachstumskräfte freisetzt!“ Was bis jetzt gelaufen sei, habe nur enttäuscht.

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