Die Unsicherheiten in internationalen Lieferprozessen nehmen zu. Der Digital-Procurement-Anbieter Facturee steuert dagegen: Kunden profitieren durch ein großes internationales Fertiger-Netzwerk von hoher Verfügbarkeit von Zeichnungsteilen und gleichzeitig von einer Onsite-Verzollung am Standort Berlin. Dadurch lassen sich externe Abhängigkeiten reduzieren und Lieferzeiten verkürzen.
Facturee führt Onsite-Verzollung am Standort in Berlin durch.
(Bild: Facturee)
In der industriellen Beschaffung verschieben sich derzeit die Prioritäten: Nicht mehr allein der Preis entscheidet, sondern vor allem die Frage, ob Bauteile zuverlässig und planbar eintreffen.„Früher war der Preis für viele das wichtigste Kriterium, heute zählt angesichts zunehmender Lieferketten-Unsicherheiten die Planbarkeit. Wenn ein Band in der Produktion stillsteht, weil ein Bauteil im Zoll festhängt, ist der Schaden riesig. Deshalb überlassen wir den Zoll nicht Dritten. Unsere In-house-Verzollung direkt in Berlin sorgt dafür, dass wir ein hohes Maß an Kontrolle über die Termintreue behalten“, sagt Mario Sussmann, Head of Logistics bei Facturee.
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(Bild: VCG)
Die Fachtagung zeigt, welche Potenziale in Ihrer Produktion ausgeschöpft werden können und bietet Lösungen, die Sie sofort in Ihrem beruflichen Alltag unterstützen. Dabei beleuchtet sie mit praxisnahen Vorträgen die verschiedenen Handlungsfelder, die zu einer Effizienzsteigerung beitragen. Neben den Maschinen selbst stehen dabei auch die nötigen Lösungen aus dem Peripheriebereich wie Werkzeuge, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Handhabung und Simulation im Fokus.
Beschaffung, Verfügbarkeit und Logistik in einem Prozess
Facturee übernimmt für seine Kunden die komplette Beschaffung von Zeichnungsteilen – von der Auswahl geeigneter Fertigungspartner über die Produktion und Qualitätssicherung bis zur termingerechten Lieferung. Grundlage ist ein Netzwerk von über 2.000 geprüften Fertigungspartnern weltweit. Dadurch können auch bei veränderten Rahmenbedingungen schnell alternative Kapazitäten erschlossen und Lieferausfälle vermieden werden. Kunden sind nicht von einzelnen Lieferanten abhängig und erhalten ihre Bauteile aus einer gesteuerten, stabilen Lieferkette.
In der Logistik arbeitet Facturee unter anderem mit DHL Express, Dachser und verschiedenen Luftfrachtagenturen zusammen. Je nach Dringlichkeit stehen unterschiedliche Transportoptionen zur Verfügung – von kostenoptimierten Lieferungen bis hin zu zeitkritischen Sendungen.
Zoll wird zunehmend zum Datenthema
In der internationalen Beschaffung geht es dabei längst nicht mehr nur um den physischen Transport von Waren. Parallel steigen die Anforderungen an die zugrunde liegenden Daten. Vorgaben wie der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), zusätzliche Nachweispflichten und komplexere Zolldaten erhöhen den Aufwand deutlich. Unternehmen müssen Informationen zu Ursprung, Wareneinstufung und je nach Warengruppe auch zu Emissionsdaten vorhalten.„Ein Paket wird heute immer schneller transportiert, gleichzeitig werden die Zolldaten immer komplexer. Es reicht heute nicht mehr, nur zu wissen, was sich im Karton befindet. Entscheidend ist, dass alle relevanten Informationen frühzeitig und vollständig vorliegen“, sagt Mario Sussmann.Facturee übernimmt diese operativen Aufgaben im Rahmen seines Full-Service-Beschaffungsmodells. Einkaufsteams müssen dadurch keine eigenen Prozesse für Zoll- und Datenthemen aufbauen.
Onsite-Verzollung beginnt vor der Ankunft der Ware
Ein zentraler Baustein ist die Onsite-Verzollung. Facturee wickelt Import- und Exportvorgänge direkt in-house am Standort Berlin ab. Grundlage ist der Status als Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO), der eine effizientere Abwicklung von Zollprozessen ermöglicht.Im Export wird die Zollanmeldung parallel zur Warenkontrolle übermittelt. Im Import beginnt die Abwicklung bereits, wenn die Sendung im Drittland abgeholt wird. Während sich die Ware noch auf dem Transportweg befindet, werden die relevanten Daten bereits verarbeitet.Trifft die Sendung später beispielsweise am Flughafen Leipzig ein, kann die Importverzollung ohne zusätzliche Wartezeiten abgeschlossen werden. Die Ware wird anschließend direkt weiterbearbeitet und an den Kunden versendet.Da Facturee die Bauteile technisch genau kennt, lässt sich die Tarifierung frühzeitig und präzise vorbereiten. Das reduziert Rückfragen durch Behörden sowie das Risiko von Falschdeklarationen oder Nachverzollungen.
36 Stunden Zeitgewinn im Importprozess
Wie stark sich dieser Ansatz in der Praxis auswirkt, zeigt der Vergleich mit herkömmlichen Abläufen: Im Standardprozess wird Ware nach der Ankunft in der EU häufig zunächst in ein Verwahrlager verbracht. Dort verbleibt sie, bis ein externer Zollagent die Unterlagen prüft, die Anmeldung erstellt und die Freigabe durch die Behörden erfolgt. Dadurch entstehen typischerweise Verzögerungen von 24 bis 48 Stunden, bevor die Bauteile weiterverarbeitet oder weitertransportiert werden können.Bei Facturee laufen diese Schritte bereits während des Transports. Die Zollanmeldung wird vorbereitet und übermittelt, während sich die Ware noch auf dem Weg nach Europa befindet. Bei Ankunft liegen die relevanten Daten in vielen Fällen bereits vollständig vor, sodass die Importverzollung ohne zusätzliche Wartezeiten abgeschlossen werden kann.Im Ergebnis verkürzt sich die Durchlaufzeit im Import – also die Zeit zwischen Ankunft der Ware und ihrer Weiterverarbeitung – im Durchschnitt um rund 36 Stunden.Für Industrieunternehmen bedeutet das: Bauteile gelangen schneller in die Qualitätsprüfung und in den weiteren Versandprozess. Verzögerungen im Zoll wirken sich damit deutlich seltener auf nachgelagerte Fertigungs- oder Montageprozesse aus – insbesondere bei zeitkritischen Bedarfen.
Zoll als Hebel für stabile Lieferketten
Mit steigender Komplexität in internationalen Lieferprozessen gewinnt die Steuerung der Zollabwicklung weiter an Bedeutung. Während Transportzeiten zunehmend optimiert werden, entscheidet immer häufiger die Qualität und Verfügbarkeit von Daten über die tatsächliche Geschwindigkeit einer Lieferung.Facturee verlagert diese Prozesse bewusst nach vorne und integriert sie in die eigene Beschaffungslösung. Für Kunden entsteht so ein durchgängiger Prozess, der Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Planbarkeit berücksichtigt.
Stand: 08.12.2025
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