Karosseriebau

Entwicklungen beim Presshärten – Konzepte und Lösungen

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Die entwickelte Methode setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Erfassen beziehungsweise Abbilden, dem Bilanzieren und dem Bewerten. Das Erfassen und Abbilden von Prozessen oder Prozessketten erlaubt einerseits die Visualisierung von Energie- und Materialflüssen und andererseits die systematische Beschreibung aller beteiligten Prozesselemente, wie zum Beispiel von Rohstoffen, Hilfsstoffen, Maschinen oder elektrischer Energie (Bild 8).

Mithilfe von verfahrensspezifischen Prozessbilanzen wird so der Energie- und Materialbedarf berechnet und durch repräsentative Kennzahlen vergleich- und nachvollziehbar ausgedrückt. Im letzten Teil der Methode werden die erstellten Prozessbilanzen bewertet, wobei Verbesserungsansätze detektiert und quantifiziert werden können. Darauf aufbauend können Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet wie auch energie- und ressourcensensitive Prozessparameter ermittelt werden.

Industrie 4.0 im Presswerk

Vielfältige Konzepte zur Einsparung von Energie und Ressourcen

Das Thema Energie- und Ressourceneffizienz beim Presshärten stellt vor allem die Maschinen- und Anlagenbauer vor große Herausforderungen. Dies bestätigte auch Harald Lehmann, Vertriebsleiter bei der Schwartz Wärmebehandlungsanlagen GmbH, in seinem Workshopbeitrag. Die entwickelten Konzepte zur Einsparung von Energie und Ressourcen reichen dabei vom Einsatz von Regenerativbrennern über die Schnellerwärmung durch hohe Flammgeschwindigkeiten bis hin zur partiellen Bauteilerwärmung. Zudem verdeutlichte Lehmann, dass die Zukunft der Erwärmungsanlagen in der intelligenten Kombination aller Wärmeübertragungsstrategien liegt.

* Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer ist Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in 09126 Chemnitz, Dipl.-Ing. Frank Schieck ist Hauptabteilungsleiter Blechumformung am IWU, Dipl.-Ing. Pat.-Ing. Julia Schönherr ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am IWU, Dr.-Ing. Lutz Lachmann ist Privatdozent für Umformtechnik am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der TU Chemnitz.

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