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Bezogen auf BMW findet dies seinen Niederschlag in immer neuen und führenden Innovationen, die vom Markt aufgenommen werden. Allerdings geht es auch darum, die Dinge richtig zu tun, um beispielsweise den hohen Lohnkosten in Deutschland adäquat begegnen zu können. Dabei steht die Effizienzsteigerung in engem Zusammenhang mit Leistungssteigerung und Kostensenkung. Bei BMW hat man schon sehr früh erkannt, dass hier der Mensch entscheidend zum Erfolg beiträgt. Das Unternehmen unternimmt große Anstrengungen, um die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu fördern, denn ohne qualifizierte Mitarbeiter geht es nicht. Entscheidend sei hier die Führungsarbeit.
„Es geht darum, die geeignetsten Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, denn das generiert die notwendige Wettbewerbsfähigkeit.“ Mit Hilfe einer eigens entwickelten qualitativen Personalplanung wird im Unternehmen kontinuierlich das Wissen der Mitarbeiter analysiert, um eine gezielte individuelle Weiterentwicklung darauf aufzubauen. „Ziel ist es, frühzeitig festzustellen, welche Menschen wir wann in welcher Qualifikation an welchem Ort brauchen.“
Personalmanagement als Erfolgsfaktor
Dabei kommt der Identifikation mit dem Produkt und dem Unternehmen entscheidende Bedeutung zu. Sich frühzeitig in den Universitäten zu positionieren, erleichtert die spätere Mitarbeitergewinnung. Nach innen fördere eine gelebte Unternehmenskultur die Leistungsbereitschaft und Flexibilität. Hier seien insbesondere die Führungskräfte durch Vorleben und personifiziertes Verantwortungsbewusstsein gefordert.
Dr. Wolfram Anders, Leiter des Werkes Ansbach der Robert Bosch GmbH, das mit dem Titel „Fabrik des Jahres 2007“ ausgezeichnet wurde, machte in seinem Vortrag deutlich, wie entscheidend die Aspekte Qualität und Kostensenkung für den Erfolg des Unternehmens sind. Die Vision „Bester Zulieferer für unsere Kunden“ zu sein, wird dabei entscheidend vom Leitbild „Qualität von Anfang an, Kosten im Fokus“ geprägt, das seit Jahren bei Bosch kontinuierlich verfolgt wird. „Unsere eigentlichen Kompetenzen sind die Mitarbeiter“, brachte es Anders auf den Punkt. Das schlägt sich nicht nur in einem hohen Facharbeiteranteil nieder, sondern auch in der guten Teamarbeit und hohen Flexibilität.
Fehler auf dem Shop Floor nachhaltig ausmerzen
Die starke Orientierung auf den sogenannten „Shop Floor“, also auf die eigentlichen Wertschöpfungsprozesse, unterstützt das Thema Qualität enorm. Mit pragmatischen Lösungen werden Störungen und Gegenmaßnahmen überprüft. Qualitätssicherung, zum Beispiel über eine gezielte Lieferantenentwicklung, führt dabei zur verbesserten Liefererfüllung, schließlich gilt: „Fehler müssen nachhaltig abgebaut werden.“
Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Gründer und Direktor des CAR – Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, verwies in seinen Ausführungen darauf, dass eine Reihe von Ländern wie China, Russland und Indien in den vergangenen Jahren zu den Automobilmärkten hinzugekommen sind, die eine wesentliche Rolle spielen werden. Der Gesamtmarkt umfasste 2007 rund 58 Mio. Automobile. Die Prognosen von CAR zeigen für die Märkte vor allem in den USA, Westeuropa und Japan für die kommenden beiden Jahre Absatzrückgänge, die, so Dudenhöffer, auch gerade der Automobilhandel in Deutschland spüren werde. Die prognostizierten Zahlen zeigten für 2009 im Vergleich zu 2007 rund 7 Mio. weniger verkaufte Fahrzeuge weltweit.
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