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Klaus Bauer, Leiter Entwicklung Basistechnologien, ergänzte seine Vorredner: „Trumpf war schon ganz früh mit dabei, als die Vernetzung los ging. Es war und ist wichtig am Ball zu bleiben, denn es geht nicht darum etwas zu tun, was technisch möglich ist, sondern darum, was wirtschaftlich ist. Wir wollen unseren Kunden helfen, an der Welt von morgen teilzuhaben, auch wenn wir alle noch nicht endgültig wissen, wie diese Welt aussehen wird.“ Dafür arbeite Trumpf bei verschiedenen Arbeitskreisen und Projekten rund um Industrie 4.0 mit und bringe seine Erfahrungen, Know-how und Ideen ein.
Das Werkstück als Träger von Informationen
Im nahegelegenen Werk in Gerlingen produziert Trumpf Stanzwerkzeuge. Hier ist eine flexible, automatisierte und vernetzte Fertigung nach Prinzipien von Industrie 4.0 schon umgesetzt. Bereits seit 2009 gibt es den E-Shop zur automatischen Auftragsabwicklung. „Der Kunde startet selbst die Maschine“, erklärte bei einer Ortsbegehung im Rahmen der Pressekonferenz Markus Hees, Leiter Produktion Stanzwerkzeuge in Gerlingen. „Im E-Shop konfiguriert der Kunde das Werkzeug, das er haben möchte.“ Im Jahr 2015 geht man Industrie-4.0-gemäß noch einen Schritt weiter, jetzt wird das Werkstück zum Informationsträger. Der Dot Matrix Code auf dem Rohling ermöglicht eine papierlose Fertigung und eine eindeutige Identifikation, was Transparenz in die Produktion bringt. „Mit einem Laser beschriften wir die Werkzeuge mit Informationen zum Auftrag. Die Beschriftung hilft später beim Kommissionieren und Versenden der Werkzeuge. Außerdem ist zukünftig eine durchgängige Zustandsüberwachung und Rückverfolgbarkeit der einzelnen Werkzeuge möglich, “ so Hees. Der Code beinhaltet Informationen für die Prozesskette Blech und vereinfacht dadurch die Produktionssteuerung. Wird der QR-Code gescannt, verrät er so dem Mitarbeiter, was aus diesem Rohling werden soll, welche Bearbeitungsschritte schon abgearbeitet sind und was nun als nächstes ausgeführt werden muss. „Wir haben damit eine intelligente Vernetzung von Mensch, Maschine und Bauteil“, erklärte Hees. Die dazugehörige Software namens TWS ist speziell entwickelt worden. Nach Scannen des QR-Codes ploppen auf dem Bildschirm alle Daten rund um das Bauteil auf, zum Beispiel die Zeichnung. Dieses Angebot kann losgelöst von Trumpf auch mit Maschinen anderer Hersteller kombiniert werden.
Viele Neuheiten aus allen Bereichen auf der Intech
Auf der Hausmesse in Ditzingen hat Trumpf eine Woche lang gezeigt, was es Neues gibt. Eine Neuheit betrifft unter anderem die Festkörperlasermaschinen der Tru Laser Serie 3000, die ab sofort bei 4 kw Laserleistung mit Bright Line fiber erhältlich sind. Damit profitieren neben der hochproduktiven Tru Laser Serie 5000 auch die flexiblen Standardmaschinen von Trumpf von den vielen Vorteilen der Funktion. Bright Line fiber macht den Festkörperlaser zu einem echten Universalwerkzeug, das ein breites Spektrum an Blechdicken und Materialien flexibel und in hervorragender Qualität bearbeitet. Gleichzeitig sorgt die Option für stabilere Prozesse, noch kleinere Konturen und eine deutlich einfachere Entnahme der fertigen Teile.
Eine andere Weltpremiere präsentiert Trumpf in der Lagertechnik: Kunden können die neue Generation des kompakten Lagersystems Trustore 3030 mit noch mehr Lagerfächern ausstatten, und das in 15 statt bisher acht verschiedenen Höhen. Zudem lässt sich eine präzise Wiegevorrichtung direkt in das Lager integrieren. Wie sein Vorgängermodell ist das neue Trustore 3030 ideal abgestimmt auf die Trulaser, Trupunch und Trumatic Maschinen und lässt sich individuell nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen.
Ein besonderes Ausstellungsobjekt auf der Hausmesse war der Trutool DD 1010 – der erste Trumpf-Akku-Bohrschrauber. Er ist klein, leicht und bietet eine gute Handlage. Seine Kraft schöpft er aus einem modernen 10,8 V Li-Ion-Akku mit zwei Amperestunden Ladekapazität, der lange Einsatzdauer gewährleistet und baugleich in anderen Trumpf-Elektrowerkzeugen zum Einsatz kommt. Profi-Handwerker können das Arbeitsgerät für Startlochbohrungen in Stahlblechen ebenso einsetzen wie zum Schrauben und Bohren in diversen anderen Werkstoffen.
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