„Euroblech Awards 2024“ Ausgezeichnete Innovationen auf der Euroblech

Aktualisiert am 14.11.2024 Von M.A. Frauke Finus 3 min Lesedauer

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Der erste Messetag in Hannover endete mit Sekt und Konfetti. Messeveranstalter Mack-Brooks Exhibitions (Part of RX) und die Fachmagazine Blechnet und MM Maschinenmarkt haben in sechs Kategorien die „Euroblech Awards 2024“ verliehen.

Strahlende Gesichter in Hannover am ersten Messetag.(Bild:  Photovision-DH)
Strahlende Gesichter in Hannover am ersten Messetag.
(Bild: Photovision-DH)

Über 70 Einreichungen gab es in diesem Jahr zu den „Euroblech Awards“. Sie alle haben sich der Konkurrenz für die Prämierung der innovativsten Produkte, Lösungen und Digitalisierungskonzepte der internationalen Technologiemesse für Blechbearbeitung gestellt. Ein öffentliches Voting hat über die Sieger entscheiden.

Euroblech Award 2024 Hall of Fame

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Die Sieger und Nominierten in den Kategorien Umform- und Stanztechnik, Verbindungstechnik, Trenntechnik, Oberflächentechnik, Automatisierung und Handhabung sowie Nachhaltigkeit haben am ersten Messetag ihre Trophäen und Urkunden in Empfang genommen.

Roboterzelle für weniger erfahrene Bediener

In der Kategorie Umform- und Stanztechnik konnte Amada das Rennen gegen Schuler (die Simulationssoftware „DigiSim Unlmtd“) und Wilson Tool (elektrisches Spannsystem für Abkantstempel „eClamp“) für sich entscheiden. Amada hat die vollautomatische Roboter-Abkantzelle „EGB-1303ARse“ explizit für weniger erfahrene Bediener entwickelt. Basis ist die neueste Generation der 3D-Programmiersoftware VPSS 4ie Arbend, die den Benutzer bei der automatischen Erstellung des gesamten Programms unterstützt – von der Beladung bis hin zum eigentlichen Biegeprozess und schließlich bei den verschiedenen Entladestrategien. Die Abkantzelle ist außerdem mit einem automatischen Werkzeug- und Greiferwechsel sowie einem Palettenwechsler für automatische Entladung ausgestattet.

Da sich Trumpf in der Kategorie Trenntechnik gegen EPCM Expert (das Reinigungs- und Schutzmittel für Laserschneidtische „3YO TS & 3YO GUN“) und MicroStep Europa (Laserschneidanlage „MSE SmartFL mit 60 kW“) durchsetzen konnte, geht der Award für den Schrägschnitt an 2D-Laserschneidmaschinen nach Ditzingen. Der Grund: Trumpf bietet den Schrägschnitt erstmals als eine neue Maschinen Edition für Dünn- und Dickblechbearbeitung bis 25 Millimeter an. Die Technologie, genannt „Bevel Cut“, ermöglicht es, Fasen bereits während des Laserschneidens ins Bauteil einzubringen und so die Bearbeitungszeit, um bis zu 80 Prozent zu reduzieren. Dabei sind Fasenwinkel bis zu 50 Grad möglich, da die Schneideinheit mit zwei zusätzlichen Drehachsen ausgestattet ist.

Für die Fertigung metallischer Bipolarplatten

In der Kategorie Verbindungstechnik setzte sich vor Engmar (Absaugbrenner „250 light“) und CNC Europe Lasermach (Laserschweißgerät „PhotonWeld“) Weil Technology mit der Laserschweißanlage „LWC-RT4-BPP“ durch. Die Laserschweißanlage zur Fertigung metallischer Bipolarplatten für Brennstoffzellen und Elektrolyseure ermöglicht sehr hohe Schweißgeschwindigkeiten und Jahresproduktionen von mehreren Millionen Stück. Der statische Aufbau zwischen Optik und Spanntechnik gewährleistet höchste Genauigkeit. Das „Butterfly-Weld“-Verfahren sorgt für eine optimale Schweißnahtqualität, geringstmöglichen Verzug und geringen Ausschuss. Mindestens zwei symmetrisch angeordnete Laserscanner schweißen Nahtsegmente, was die Prozessgeschwindigkeit und Qualität weiter verbessert.

Treppchenplatz eins wird in der Oberflächentechnik vor Hans Weber Maschinenfabrik (Schleiflösung „MK-float Technologie“) und EMC (Entgrat- und Bürstmaschine „OXY M1100 - 6D / 6B“) von Q-Fin mit der Kleinteile-Finishmaschine „Q-Fin F250“ eingenommen. Die „Q-Fin F250“ ist speziell für das Entgraten, Kantenverrunden und Finishen von kleinen Blechteilen entwickelt worden. Dabei sind alle Stationen programmierbar und vollständig softwaregesteuert. Die Bürsten können auf Knopfdruck kalibriert werden. Die Software „Qonnect+“ stellt eine Verbindung mit dem ERP-System des Unternehmens her und überwacht den Prozess. Die Produktqualität ist damit kontrollierbar.

Energiesparende Möglichkeiten für Tiefziehpressen

In der Kategorie Automatisierung und Handhabung konnte sich Reis Robotics gegen Bystronic (automatische Biegezelle „ByCell Bend Star M“) und Trumpf (automatisiertes Sortieren ohne Programmieren beim Laserschneiden) beim Voting behaupten. Die Robotersteuerung „ROBOTstar VII“ von Reis integriert Siemens Simatic Controller und ermöglicht Bahntreue bei Schneid-, Schweiß- und Positionieranwendungen. Sie bietet die Möglichkeit, auch Roboter und Automatisierungstechnologien von Drittherstellern anzusteuern sowie via Profinet IRT anzubinden.

Die Kategorie Nachhaltigkeit wurde vor Airco Group (patentiertes, herstellerunabhängiges System zur effizienteren Herstellung von hochreinem Stickstoff mithilfe von Wasserstoff „NKAT StandAlone“) und Beneva (Kreislaufwirtschaftssystem für die Wiederverwendung von Stahlschrott „Saturnin®“) von Bosch Rexroth dominiert. Die energieeffizientere, servohydraulische Antriebslösung, die Bosch Rexroth entwickelt hat, eröffnet neue energiesparende Möglichkeiten für Tiefziehpressen. Dank Energie-Rückgewinnung lässt sich die Energieeffizienz um bis zu 30 Prozent steigern. Das modulare Design vereinfacht das Engineering und die Installation für den Maschinenhersteller. Endkunden profitieren zusätzlich von reduziertem Ölvolumen und weniger Bauraum. Bleche werden mit erhöhter Produktivität und Qualität umgeformt und eine erhöhte Datentransparenz öffnet die Tür zum Condition Monitoring.

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