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„Ursprünglich war die Presse als Einzweckmaschine geplant“, so Döring. Aber durch die hohe Flexibilität werde sie jetzt viel breiter eingesetzt. „Der Vorteil ist, dass die Presse vom Werkzeugprobiermodus auf den Produktionsmodus umschaltbar ist. Das ist gerade bei einer großen Teilevarianz, wie sie in unserem Unternehmen gegeben ist, von Vorteil.“
Spezielle Zylinder schalten Presse auf Produktionsmodus um
Realisiert wird das durch spezielle Zylinder, die dann im Eilgang zugeschaltet werden. Hier sind 100 mm pro s möglich. Fertigungsleiter Peter Königsmann ergänzt das Anwendungsspektrum: „Früher haben wir bei bestimmten Teilen eine Durchlaufzeit von vier Wochen gehabt, jetzt fertigen wir auf dieser Presse davon ein Teil pro Minute.“
Mit 630 t Presskraft ist die GHP 630 H/P-10 die größte Umformpresse in Offenburg. Weit mehr als 300 verschiedene Teile werden auf der Presse gefertigt, beginnend bei Stückzahl eins bis zu mehreren tausend – Pumpendeckel, Prägeteile oder Verkleidungen und oft auch Teile für Sondermodelle. „Ein großer Vorteil ist auch die gute Zugänglichkeit“, erläutert Frank Döhring. Von vorn ist eine Einbauweite von 3 m verfügbar, von der Seite sind es 1,20 m. Bereits bei den ersten Überlegungen für die Anschaffung war klar: „Wir brauchten Kraft und hatten nicht viel Fläche“, ergänzt er.
Für beide Partner der erste Schritt
Für den Maschinenbauer Meiko und Raster-Zeulenroda war es die erste Zusammenarbeit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In Offenburg hat die Ageo-Werkzeugprobierpresse mit Qualität, Flexibilität und einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis gepunktet und kann jetzt umfangreicher als geplant eingesetzt werden. Und für die Thüringer Pressenbauer war die Anlage die erste, die für diese Geschwindigkeiten und mit dieser Ausstattung entwickelt und gebaut wurde.
Doch ohne das richtige Werkzeug ist jede Presse nur halb so gut. Deshalb ist ein eigener Werkzeugbau für Meiko genauso selbstverständlich wie ein eigener „Korbmacher“, der sich um die individuelle Innenausstattung der Reinigungsanlagen kümmert. Schließlich agiert das Unternehmen weltweit und muss so auch die unterschiedlichsten ländertypischen Vorgaben und Gestaltungsrichtlinien beachten.
Den Aktionsradius verdeutlicht nicht nur der als Weltkugel gestaltete Springbrunnen vor dem Firmengelände. In den 60-er Jahren begann das Unternehmen mit dem Export seiner Produkte. Heute ist es in mehr als 70 Ländern der Erde vertreten. Mit über 22 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie einem weltumspannenden Vertriebs- und Servicenetz agiert Meiko am Markt. Die jüngste Tochter wurde in Dubai im November 2009 gegründet. Die Produktionsstätten in China (seit 1997) und USA (seit 2003) produzieren Spülautomaten für deren Märkte analog zu den Offenburger Qualitätsrichtlinien, für die in Offenburg hergestellten Automaten gilt: „Quality made in Germany“.
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