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Umformen Flexible Fertigungstechnik für individuelle Saubermacher aus Edelstahl

| Redakteur: Annedore Munde

Jeder kennt sie, jeder nutzt sie und jeder weiß ihre „Dienstleistung“ zu schätzen. Die Rede ist von Geschirrspülern. Doch gereinigt wird nicht nur im Haushalt. Auf die technischen Unterstützer setzen auch Krankenhäuser, Gewerbetreibende oder Kantinen. An die Hersteller der Maschinen stellt das mit Blick auf Individualität, Qualität und Hygienestandards entsprechende Anforderungen.

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Ein Markenzeichen aller Reinigungsanlagen von Meiko ist Edelstahl. Lediglich die Teile, die vom Bedienpersonal angefasst werden können, werden aus blauem Kunststoff gefertigt.
Ein Markenzeichen aller Reinigungsanlagen von Meiko ist Edelstahl. Lediglich die Teile, die vom Bedienpersonal angefasst werden können, werden aus blauem Kunststoff gefertigt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ganz vorn auf diesem Markt ist das Offenburger Unternehmen Meiko aufgestellt. Die Wurzeln der Firma liegen bereits im Jahr 1927. Zu diesem Zeitpunkt nämlich beschloss Oskar Meier, bis dato Chefkonstrukteur bei der Offenburger Firma Martin, gemeinsam mit dem Kaufmann Franz Konrad ein eigenes Unternehmen zu gründen. Es waren wohl die goldenen Zwanziger, die ihn inspirierten und die das Gründungsjahr zu einem Boomjahr für das junge Unternehmen werden ließen.

Es wurde gefeiert, gegessen, getrunken – mit Unmengen von Gläsern, Bestecken und Geschirr. Um all dies sauber zu halten, kam technische Unterstützung gerade recht. Das Geschäft lief gut. Bereits 1934 wurde die Produktpalette erweitert und mit der Herstellung von Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für Bettpfannen in Kliniken und Pflegeheimen begonnen. Dieser Produktzweig macht heute ein Viertel des Umsatzes aus.

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Hohe Produktvielfalt erfordert flexiblen Maschinenpark

Überall dort, wo Geschirr und Zubehör gereinigt wird, findet man die Anlagen des Offenburger Herstellers. Doch auch bei Airlines sind sie präsent – zum Reinigen der Tablettwagen. Oder in der Universität Freiburg zum Reinigen von Tierkäfigen. Oder zum Reinigen von Atemschutzmasken bei der Feuerwehr. Oder auch zum Auswaschen von Pralinenformen. Nicht immer verbirgt sich also hinter einem Produkt eine große Stückzahl.

Um trotz der großen Produktbreite und -variation flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können, ist im Bereich der Herstellung ein ebenso flexibler Maschinenpark erforderlich. Bei Meiko setzt man daher auf eine möglichst breite Anlagenausstattung. Vertreten ist der Ditzinger Maschinenbauer Trumpf deshalb in Offenburg genauso wie Bystronic oder EHT. Lediglich für Schweißarbeiten werden keine Standardanlagen eingesetzt.

Presse zum Umformen von Edelstahl 1430 gesucht

Ob Geschirrspüler oder Desinfektionsautomat, eines haben alle Meiko-Produkte gemeinsam: Sie bestehen nahezu vollständig aus Edelstahl. Eingesetzt wird in Offenburg Edelstahl 1430, für Sonderanwendungen werden auch höherwertige Stahlsorten verwendet. Verarbeitet werden Blechdicken von 0,6 mm bis 2 mm und Breiten bis 1,25 m. Das Material ist nicht nur robust, es erfüllt auch höchste Qualitäts- und Hygienestandards. Alles Materialeigenschaften, auf die die Meiko-Kunden großen Wert legen. Genauso, wie auf eine individuelle Anlage für ihre spezifischen Bedürfnisse.

Um dem Rechnung zu tragen, begaben sich die Offenburger 2007 auf die Suche nach einer Werkzeugprobierpresse. Verschiedene Anbieter wurden kontaktiert. Eher zufällig hatte man beim Besuch der Firma eines Geschäftspartners auch Kontakt mit der Ageo-Werkzeugprobierpresse von Raster-Zeulenroda.

Flexibilität forciert die Liebe auf den ersten Blick

Vom ersten Kontakt bis zur Entscheidung war dann alles fast ein Selbstlauf. „Die Funktionalität und die Zugänglichkeit hat uns überzeugt“, sagt Frank Döhring. Er ist Leiter Werkzeugbau bei Meiko und war für die Neuinvestition verantwortlich. Im Sommer 2008 kam es zu den ersten Gesprächen und seit August 2009 wird auf der Presse gefertigt.

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