Fluchtlinienprüfer Fluchlinienprüfer vereint digitale Messwertanzeige und Schnittbildokular
Überall dort, wo Führungen von langen Maschinenbetten exakt ausgerichtet werden müssen, zum Beispiel an Transferstraßen oder Bearbeitungsmaschinen, ist der Einsatz eines Fluchtlinienprüfers empfehlenswert. Ein neuartiges Gerät der Walter Uhl Technische Mikroskopie GmbH & Co. KG ermöglicht es, auf zwei Wegen eine präzise Ausrichtung von Führungen zu gewährleisten.
Anbieter zum Thema
die Walter Uhl Technische Mikroskopie GmbH & Co. KG mit Sitz in Aßlar bei Wetzlar ist nach eigenen Angaben zurzeit weltweit der einzige Hersteller und Anbieter eines handlichen Fluchtlinienprüfers mit Schnittbildokular und digitaler Messwertanzeige.
Zum Aufbau der Messanordnung wird ein Draht an einem Spindelstock oder einer speziellen Halterung befestigt und am Ende des Bettes über eine Umlenkrolle geführt sowie mit einem Gewicht straff gespannt. Der Fluchtlinienprüfer wird auf einem Führungsschlitten oder einer entsprechenden Einrichtung aufgesetzt. Die genaue horizontale Ausrichtung des Prüfers erfolgt dabei über eine Libelle am Tubus des Mikroskops.
Der Maschinenschlitten oder eine ähnliche Einrichtung muss sich in vorher festgelegten Schritten verschieben lassen. Zu Beginn der Messungen wird der Draht so positioniert, dass er im Betrachtungsfeld des Okulars sichtbar ist, wobei die Ansicht durch den vertikal justierbaren Zahntrieb am Mikroskopstativ scharf gestellt wird.
Der Draht wird nun so verstellt, dass sein Schnittbild im Okular zur Deckung kommt. Besonderer Vorteil beim Einsatz dieses Prüfgerätes: Der Querschnitt des Drahtes spielt keine Rolle.
Verfahrweg des Maschinenschlittens sehr genau sichtbar
Anschließend verfährt man das Messmikroskop auf die gegenüberliegende Seite der Maschinenführung. Die Ansicht im Schnittbild zeigt in der Regel eine deutliche Abweichung. Auch hier ist der Draht daher so auszurichten, dass er im Schnittbild fluchtet.
Verfährt man nun den Maschinenschlitten, lassen sich die Abweichungen der Führung auf Basis des Schnittbildes im Okular in den zuvor definierten Schritten nachjustieren. Auf diese Weise wird laut Hersteller eine sehr exakte Ausrichtung der Führung gewährleistet.
Alternativ dazu lassen sich die Abweichungen der Maschinenführung auch über die mit dem linearen Messsystem des Prüfgeräts verbundene Digitalanzeige ermitteln. Ist das Schnittbild des Drahtes im Okular nicht deckungsgleich, wird der Messwert der Anzeige auf Null gesetzt.
Durch Verschieben des Prüfgerätes wird dann das Abbild des Drahtes im Schnittbild zur Deckung gebracht, wobei sich der genaue Wert der Abweichung der Führung von der idealen Geraden auf dem Display ablesen lässt.
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