Schutzeinrichtungen Folgen der neuen EU-Maschinenrichtlinie für die Verschluss- und Scharniertechnik
Bei der Befestigung von Schutzeinrichtungen sorgt ab 2010 eine neue Maschinenrichtlinie für veränderte Anforderungen an die Verschlussschrauben. So dürfen sie beispielsweise nur noch mit Werkzeugen geöffnet werden können. Neben der Erfüllung der Sicherheitskriterien sollen sich die Schrauben aber auch schnell anziehen und lösen lassen.
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Die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die zum 1. Januar 2010 in der ganzen EU in Kraft tritt, hat branchenübergreifend für Hersteller wie Zulieferer weitreichende Folgen. So wird zukünftig vom Hersteller eine Risikobeurteilung gefordert. Darüber hinaus werden die Anforderungen an Ergonomie, Steuerungen, Schutzeinrichtungen sowie an Lärm- und Vibrationsemissionen neu geregelt. Welche Folgen das für den Bereich der Verschluss- und Scharnierlösungen hat und auf was sich diese Branche einrichten muss, zeigt sich am Vergleich zwischen einzelnen neuen EU-Forderungen und dem aktuellen Produktprogramm von Southco, das bereits auf die neue Maschinenrichtlinie ausgelegt ist.
Unbewegliche Schutzeinrichtungen müssen fest an ihrem Platz gehalten werden
So gibt die neue Maschinenrichtlinie vor, dass unbewegliche Schutzeinrichtungen fest an ihrem Platz gehalten werden und durch Systeme befestigt sein müssen, die nur mit Werkzeugen geöffnet werden können. Soweit möglich, dürfen sie nach dem Lösen der Befestigungsmittel nicht in der Schutzstellung verbleiben. Unverlierbare Schrauben und Muttern von Southco bleiben stets mit den sie tragenden Schutzeinrichtungen verbunden und können damit nicht verloren gehen, herunterfallen oder falsch platziert werden.
Ein wichtiger Sicherheitsfaktor liegt in der Vermeidung potenzieller Gefährdung benachbarter Systeme. Darüber hinaus bewirken sie eine Reduzierung von Ausfallzeiten während der Installation und Wartung. Southco fertigt diese Elemente in einer Vielzahl von Montagevarianten und Kopfformen, um gängige Industriestandards zu berücksichtigen und anwendungsspezifischen Vorgaben zu genügen.
Vorgabe von Zugriffszeiten kann Grenzen setzen
Dabei reicht das Sortiment von der einfachen unverlierbaren Schraube mit Sicherungsscheibe bis zur in einer Niet- oder Einpresshülse geführten Schraube. In Hülsen geführte Schrauben gibt es als Option mit Druckfedern, die gelöste Schrauben vorstehen lassen. Schwimmend in der Hülse geführte Schrauben dienen dem Ausgleich von Montagetoleranzen. Die Prisma-Serie mit einem farbigen Rändelkopf (Bild 1) aus PC/ABS-Kunststoff erlaubt die Farbcodierung besonders zu kennzeichnender Schutzeinrichtungen.
In einer alternativen Ausführung zum Rändelkopf erfüllen die Schrauben mit ausschließlicher Werkzeugbetätigung mittels Kreuzschlitz- oder Torx-Schraubendreher die Forderungen des Produktsicherheitsgesetzes. Schrauben mit integrierter Ratsche kombinieren beide Betätigungsarten, sie lassen sich nur mittels Werkzeug öffnen, aber jederzeit von Hand anziehen.
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