Beste Kombination

Gasumformen und Tiefziehen in einem Verfahren

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An entsprechenden Demonstratorbauteilen wurden verschiedene Materialgüten und Blechdicken getestet. Neben den klassischen Tiefziehgüten (DC Stähle nach DIN EN 10130) oder verschiedenen Aluminium-legierungen kommen auch höherfeste Materialien, wie etwa der im Karosseriebau und in der weißen Ware weit verbreitete HC180B, in Betracht. Ziel ist dabei auch die Ausnutzung der verformungsbedingten Materialverfestigung zugunsten der Beulsteifigkeit der fertigen Komponenten. Für das beabsichtigte Bauteilspektrum sind Blechdicken von 1,0 mm und darunter relevant.

Leichtbauteile für die Elektromobilität

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft) getragenen ZIM-Programmes gefördert. Initiator und Ideengeber ist Dr. Friedrich Klaas. Als Netzwerkmanager des Netzwerkes „e-mobility – Leichtbauteile für die Elektromobilität“ ist es ihm wichtig, der mittelständischen Zulieferindustrie eine Plattform zu geben, die es den Unternehmen ermöglicht, frühzeitig und fachgerecht auf die bevorstehenden Veränderungen zu reagieren. „Unter dem Dach unseres Netzwerkes läuft eine Reihe von unterschiedlichen Projekten. Das pneumo-mechanische Umformen ist ein Beispiel dafür, wie in Kooperationsprojekten gezielt Know-how gebündelt wird und so neue Techniken für den Markt entwickelt werden“, so Klaas. Zielmärkte für die neue Anlagentechnik sind unter anderem die Automobilindustrie und der Markt für „weiße Ware“. Dass die Entwicklung bereits jetzt auf großes Interesse stößt, freut die Projektpartner. Bei der Vorstellung des Verfahrens und der Anlagenkonzeption vor einem namhaften Automobilhersteller wurde die Praxisrelevanz des Themas bestätigt. Auch auf der diesjährigen Blechexpo in Stuttgart werden die Projektpartner über Ergebnisse der Entwicklung informieren.

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