Schuler Generalüberholte gebrauchte Pressenlinie bei Automobilzulieferer installiert
Die KWD Automobiltechnik hat in Radeberg bei Dresden ein neues Presswerk errichtet. Dort werden verschiedene Struktur- und Blechteile vor allem für deutsche Automobilhersteller gefertigt. Herzstück des Presswerks ist eine Gebrauchtpressenlinie, die der Schuler-Konzern bei Audi abgebaut, generalüberholt und modifiziert und anschließend bei KWD in Betrieb genommen hat.
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„Wir waren seit Sommer 2007 in die Konzeption des neuen Presswerks eingebunden und konnten KWD anhand der Planungen hinsichtlich Ausbringungsleistung und Produktportfolio beraten“, sagt Projektleiter Frank Brecht von Schuler SMG in Waghäusel. Das Unternehmen sicherte sich eine von drei gebrauchten hydraulischen Pressenlinien von Audi, die dort nicht mehr benötigt wurden. Der Autohersteller hatte zuvor eine neue Saugerpresse in Betrieb genommen, deren große Fertigungskapazität drei Pressenlinien frei werden ließ.
Einzelteile der Pressenlinie erfordern 60 Sondertransporte
Um die von KWD geforderte Produktionsleistung und -flexibilität sicher stellen zu können, musste die hydraulische Anlage überholt und modifiziert werden, heißt es. Zunächst seien die Einzelteile der Anlage nach ihrer Zerlegung mit Hilfe von 60 Sonder- und 30 Normaltransporten nach Mannheim und Waghäusel gebracht worden. Dort hätten die Schuler-Mitarbeiter die mechanische Überholung und Ergänzung vorgenommen und anschließend die erweiterte und mit Robotern automatisierte Anlage in Radeberg bei Dresden wieder aufgebaut.
Vor Ort sei dann die hydraulische und elektrische Überholung vorgenommen worden. Zudem wurde eine sechste Presse, die sich zuvor in einem anderen Werksteil von KWD befunden hatte, ergänzt. Diese wurde ohne Demontage mit Spezialequipment an ihren neuen Platz transportiert, so Schuler.
Neue Presselinie bietet mehr Leistung
„Die jetzt in Radeberg stehende Pressenlinie ist in vielen Details modifiziert und verfügt über eine deutlich höhere Ausbringungsleistung“, erläutert Brecht. Dafür sei vor allem die neue verstärkte Hydraulik der Kopfpresse verantwortlich. Deren Antriebsleistung wurde jetzt von dreimal 90 auf dreimal 160 kW erhöht.
Auch die Hydraulik der übrigen Pressen wurde verändert: Erst durch die einheitliche Ausstattung aller Pressen mit Proportionalventilen konnte die „neue“ Pressenlinie mit einer ebenfalls komplett neuen, einheitlichen Elektrik versehen werden.
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