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Von außen nicht sichtbar, befindet sich im Maschinenbett, das sandwichartig aus drei parallel montierten Blechen aufgebaut ist, ein patentiertes Federnsystem, das von Schiavi entwickelt und genauestens auf die Kraftverteilung über die Biegelänge berechnet ist. Dabei weisen die Federn von der Mitte nach außen entsprechend unterschiedliche Federkräfte und Federraten auf. „Mit diesem System“, sagt Bergauer, „erzielen wir absolut geradlinige Biegeergebnisse.“
Obwohl die Stp-cA eine Standard-Abkantpresse ist, wollte Bergauer besondere Anforderungen erfüllt haben. So wurden die Hinteranschläge, die schnell und einfach verfahren werden, in extra verstärkter Ausführung konzipiert. Denn bei den gewichtigen Blechen kommen da doch schon ungewöhnlich große Kräfte auf. „Sonderwünsche“, sagt Bergauer, „scheinen bei Schiavi kein Problem zu sein. Denn all unsere Wünsche die wir über die Standardausführung hinaus hatten, wurden erfüllt.“ Davon berührt sind auch die Biegewerkzeuge.
Unterwerkzeug mit 1000 mm langen Elementen
„Für die Abkantwerkzeuge“, so Alexander Link, Verkaufsleiter bei Eurostamp srl (gehört zur Schiavi-Gruppe), „mussten wir uns auch etwas Besonderes einfallen lassen.“ Herausgekommen ist ein geniales Unterwerkzeug mit 1000 mm langen Elementen, das über die Biegelänge gesehen aus aneinandergereihten Lamellen besteht, die über eine Gewindestange in der Öffnungsbreite verstellt werden. Dort, wo das zu biegende Blech die Kanten des Unterwerkzeuges berührt, dort sorgt eine runde Einlaufwelle für einen jeweils schonenden und verschleißarmen Ein- und Auslauf des Bleches. „Mit diesem Universalwerkzeug sind wir sehr flexibel“, meint Bergauer und fügt an: „Dieses muss gewährleisten, dass wir in wechselndem Betrieb schnell umstellen und problemlos einrichten können, ohne dabei Fehler zu machen.“ Dies scheint mit dieser Eurostamp-Lösung denn auch vollauf gelungen zu sein.
Als Steuerung kommt eine Schiavi-T2000 zum Einsatz, die den Bediener intuitiv leitet und damit schnell zu den gewünschten Einstellungen führt. „Dort sind wir momentan noch dabei, die Software zu modifizieren“, verrät Bergauer. Dies ist deshalb erforderlich, weil diese Steuerung bislang für die Serienmaschinen eingesetzt wurden. Für die Spezial-Anwendung bei Bergauer jedoch muss die Software noch angepasst werden. „Das“, sagt Bergauer, „sehe ich aber keinesfalls als Beinbruch an und ich bin sicher, dass dies in den nächsten Wochen funktionieren wird.“ Dann will der Dickblechbearbeiter in die wirtschaftliche Produktion gehen.
Den Service übernimmt Symatech in Gotha
Unterstützung erfährt er dabei vom Servicehaus Symatech in Gotha. Jens Hanl, Geschäftsführer von Symatech, und seine Mannschaft bieten dazu alle Unterstützung und stehen in Serviceangelegenheiten sofort zur Verfügung. Das dokumentiert auch Bergauer, wenn er sagt: „Meine Entscheidung für die Schiavi-Abkantpresse ist auch deswegen gefallen, weil der italienische Maschinenbauer mit Symatech einen kompetenten Beratungs- und Servicepartner in Deutschland hat.Davon muss Bergauer überzeugt sein. Denn noch Ende September, Anfang Oktober investierte er mit einer Plasma- und einer Brennschneidanlage in zwei weitere Fertigungslösungen von Schiavi.
Eine ähnliche Abkantpresse wie sie Bergauer im Einsatz hat, präsentiert Schiavi auf der Euroblech in Hannover. Darüber hinaus bietet das Schiavi-Portfolio Abkantpressen bis 12000 kN Presskraft und bis 12000 mm Abkantlängen.
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