Verband VDL Globale Lack- und Druckfarbenindustrie plant eine B2B-Datenplattform
Kunden, Lieferanten, Lack- und Druckfarbenhersteller – alle in einer leistungsfähigen elektronischen Gemeinschaft: Die Vision einer netzbasierten elektronischen Datenplattform stand im Raum, als der Präsident des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie, Peter Becker, ein erstes Informationstreffen zum Datenaustausch eröffnete.
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Unter dem Namen Coating-Xchange soll eine von externen Dienstleistern betriebene Plattform geschaffen werden, um die notwendigen Geschäftsvorgänge entlang der Lieferkette der Lack- und Druckfarbenindustrie zu vereinfachen und kostengünstiger abzuwickeln. Dieses „Kick-Off-Meeting“ wurde initiiert, um die Mitglieder des Verbandes über die Datenplattform zu informieren, mit der alle Transaktionen kostengünstiger und auch weniger fehleranfällig abgewickelt werden können.
Grundkonzept für E-Business-Plattform steht bereits
Martin Bernhard von Coating-Xchange Deutschland präsentierte das Grundkonzept dieser Datenplattform, die sich an einem bereits funktionierenden Vorbild im Landwirtschaftsbereich orientiert. Er stellte den modularen Aufbau vor, der es ermöglicht, mit zunehmendem Bedarf neue und umfangreichere Anwendungen in das Angebot zu integrieren.
Sein Kollege Neil Paton von Coating-Xchange aus Großbritannien präsentierte ein so genanntes Kundenwebportal. Der Dienstleister übernimmt dabei für das Unternehmen der Lack- und Druckfarbenindustrie die Erstellung eines Webauftritts, der auch als Bestellplattform – als so genannter Webshop – genutzt werden kann.
Bestandserfassung soll über Unternehmensgrenzen möglich sein
Dr. Silvio Stephan von Orbit Logistics sprach über das Vendor Managed Inventory, eine Form der Warenlogistik mit der die Bestandserfassung über Unternehmensgrenzen hinweg – möglicherweise sogar automatisch mittels Internet – organisiert ist. Auch die Frage, wie eine solche Internetplattform im Rahmen der bereits in der Lackindustrie genutzten Organisationssoftware von RSW Orga eingebunden werden kann, wurde intensiv mit Karlheinz Klusen diskutiert. Am Beispiel der Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen–Thüringen wurde demonstriert, wie ein solches E-Business-System im Baustoffhandel umgesetzt wurde.
Anfang Mai 2009 wollen sich die interessierten Unternehmensvertreter aus der Lack- und Druckfarbenindustrie wieder treffen, um der Kernfrage nachzugehen, wie eine solche elektronische Internetplattform für die Lack- und Druckfarbenindustrie installiert werden kann. Es wurde in dem Treffen nämlich auch klar, dass sich ein solches System nur wirtschaftlich sinnvoll betreiben lässt, wenn ein Mindestmaß an Transaktionen abgewickelt wird.
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