WMF Heißes Blech macht Dampf zu Hause

Autor / Redakteur: Kirsten Haubert / Kirsten Nähle

Er gehört zur Grundausstattung jedes Restaurants und verwöhnt auch in Privatküchen die Gaumen von Hobbyköchen: Die Rede ist vom Kochtopf. Das Unternehmen WMF liefert seit 1853 seine Markenerzeugnisse für Tisch und Küche in alle Welt und hat den Kochtopf über Jahrzehnte in Gestaltung, Qualität und Gebrauchsnutzen weiterentwickelt. Hier ein kleiner Auszug aus der Geschichte des Kochgeschirrs von WMF.

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Die Entwicklung eines eigenen Kochgeschirrsortiments setzte bei WMF unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs ein. Bereits 1920 brachte das Unternehmen den „Silit-Stahltopf“ auf den Markt. Die Silit-Stahlgeschirre wurden aus einem Stück des hochwertigen Siemens-Martin-Stahls gezogen und waren innen mit einer emailleähnlichen Schicht ausgestattet. Das Material sorgte nicht nur für eine gute Wärmeleitung, sondern bot ebenfalls einen für damalige Verhältnisse hervorragenden Schutz vor dem Anbrennen.

Dampfkochtopf sorgt für Furore

Das Jahr 1927 brachte zwei grundlegend neue Entwicklungen: Der „Sikomatic“ sorgte für Furore, der Dampfkochtopf, der als „Siko“ zum Synonym für die Töpfe wurde, die mit erhöhtem Dampfdruck Speisen schnell und vitaminschonend zubereiten.

Gleichzeitig stellte WMF auf der Leipziger Messe die ersten Kochgeschirre aus dem von Thyssen-Krupp entwickelten V2A-Stahl vor. Die WMF erkannte die Bedeutung dieses neuen, erstmals rostfreien Stahls und nutzte ihn für die Herstellung von Küchen- und Tafelgeräten, kurz darauf auch von Bestecken. Die Unempfindlichkeit der neuen Stahlsorte gegen Kratzer und Stöße machte Töpfe selbst für Anfälle intensivster Kochwut tauglich.

WMF war das erste Unternehmen, das den rostfreien Edelstahl für Kochgeschirr einsetzte, und ließ einen eigenen Namen für das Material schützen: Cromargan. „Crom“ wegen des hohen Chromanteils und „Argan“ wegen des silberähnlichen Aussehens, lateinisch argentum.

Silit erst aus- und später wieder eingegliedert

Die Silitproduktion lief allerdings weiter und wurde 1958 in das neu gegründete Silitwerk in Riedlingen verlagert. Silit wurde 1964 als eine eigenständige Gesellschaft aus der WMF ausgegliedert, kehrte aber 1998 wieder in den Verbund des WMF-Konzerns zurück.

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