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Die Stanzprofis bei Hölzel verstehen es insbesondere, Hochgeschwindigkeit mit absoluter Präzisionsarbeit zu verbinden. Das zeigt sich dann auch vor allem mit der Yamada Dobby Omega F1. Traditionell mit europäischen Fabrikaten operierend, holte sich Hölzel vor wenigen Jahren diesen japanischen Schnellläufer in seine Fertigung.
„Normalerweise liegen die Hubzahlen unserer Stanzmaschinen in den Bereichen von 500 bis 1500 Hub pro Minute. Bei der F1 aber haben wir die Möglichkeit, bis 2500 Hub pro Minute zu fahren“, sagt Hölzel. Die Omega F1 ist mit einem Sankyo-Vorschub ausgestattet, der diese hohen Hubzahlen erlaubt.
Zweiter Vorschub von Sankyo ermöglicht maximale Hubzahlen
„Für das Produkt, das wir derzeit auf der Yamada-Maschine fertigen, ist der Vorschub aber zu groß. Deswegen haben wir in einen zweiten Vorschub von Sankyo investiert, der uns die Möglichkeit gibt, mit höchstmöglichen Hubzahlen zu fahren“, erläutert Hölzel. Der zweite Zangenvorschub arbeitet mit einer maximalen Vorschublänge von 25 mm bei 1200 Hüben pro Minute.
Etwa vier Millionen Teile werden auf dieser Schnellstanze pro Woche gefertigt „und die Presse“, so sagt Hölzel, „ist ein Dauerläufer. Sie ist komplett belegt.“ Über die Produkte, die Hölzel auf der Yamada Dobby Omega F1 fertigt, muss er Stillschweigen bewahren. Da verlassen sich seine Kunden voll auf ihn.
Die Yamada Dobby Omega F1 ist eine Festhubmaschine und somit eigentlich eine reine Produktionspresse, die insbesondere für hohe Hubzahlen ausgelegt ist. Sie verrichtet allerdings nicht nur reine Stanzarbeit. Biegungen oder dergleichen dürfen allerdings auf Grund des geringen Hubs von 15 mm nur wenig Arbeitsweg erfordern. „Dafür gibt es dann vor allem Maschinen mit flexiblem Hub“, sagt Ronald Baiker, seit Kurzem für die Projektierung und den Vertrieb von Yamada Dobby in Deutschland verantwortlich.
Führungen sind temperaturüberwacht
„Wenn eine Festhubstanzmaschine auch relativ einfach klingt, so sind die enorm hohen Hubzahlen und die dabei erreichbare Präzision doch die besonderen Highlights“, erklärt Baiker. Erreicht werden die hohen Hubzahlen vor allem durch die besondere Stößelführung und den Antrieb. Die Führungen sind prinzipiell einfache Gleitführungen, die temperaturüberwacht sind, deshalb auch gekühlt werden und dafür sorgen, dass die Maschine vom ersten bis zum letzten Stanzteil die gleichen guten Ergebnisse erreicht.
Die 10-t-Presse bietet einen Einbauraum von 400 mm Länge für die Werkzeuge und ist damit eine relativ kleine Presse. Vom Start einer Serie weg bis zum letzten Stanzteil hält die Maschine ihren Hub konstant. Hochpräzisionsteile, deren Toleranzen meist im Hundertstel-Bereich liegen und bei Hölzel an der Tagesordnung sind, weisen absolute Genauigkeit auf – da ist ein Teil wie das andere.
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