Anbieter zum Thema
Verarbeitet wird in diesem Falle hochfestes, kaltgewalztes Stahlband mit Banddicken von 1 bis 7 mm und in den Bandbreiten von 100 bis 650 mm. Gearbeitet wird hier grundsätzlich vom Coil wofür von Dreher eine elektromotorisch angetriebene Abwickelhaspel mit 8 t Tragkraft gewählt wurde.
Ladewagen, Haspel und Bandeinführhilfe bilden eine Einheit
Beladen wird diese über einen Ladewagen, einem hydraulischen Scherenhubtisch, auf den das zu verarbeitende Coil mit einem Hallenkran abgelegt wird. Ladewagen, Haspel und Bandeinführhilfe sind dabei auf einem gemeinsamen Unterbau montiert und bilden somit eine Einheit, die einen schnellen und sicheren Coilwechsel garantieren. Befindet sich das Coil erst einmal auf der Haspel, so wird es mit Hilfe der Coilführungsrollen sicher in seiner Bahn gehalten.
Mit Hilfe einer hydraulischen Bandeinführhilfe wird das Band der Vorschubrichtmaschine zugeführt. Innerhalb der Vorschubrichtmaschine wird das Band über zehn Richtwalzen sowie zwei Einzugs- beziehungsweise zwei Auszugswalen sicher gehalten und gerichtet.
Vorschubeinrichtung sorgt für hohe Materialeffizienz
Das Besondere an dieser Vorschubrichtmaschine ist die Zick-Zack-Verfahreinrichtung die für eine optimale Verschachtelung der später ausgeschnittenen Blechronden sorgt. Damit wird in der Tat eine optimale Materialausnutzung erreicht, die mit einer Materialeinsparung von zirka 27% einhergeht.
Dementsprechend ist auch die Steuerung für dieses Verfahren ausgelegt, die dafür sorgt, dass die Vorschübe der X-Achse und der Y-Aches voll synchron ablaufen. Damit das Band auch in jeder Situation gleichmäßig abgewickelt wird.
Eine Messeinrichtung misst permanent die Schlaufenlänge. Dies ist in dieser Bauweise besonders wichtig, weil es sich hierbei um eine, von den Zuführwegen, sehr verkürzte Version handelt. Es wurde auf größtmöglichen Raumgewinn geachtet.
Blechronden werden nach der Vorschubrichtmaschine aus dem Blechband geschnitten
Nach der Vorschubrichtmaschine werden die Blechronden aus dem Band geschnitten. Die einzelne Platine, die daraus entsteht, wird mit Hilfe eines Förderbandes mit integrierter Magnettechnik dem neu installierten Transfer übergeben und in zwölf Stufen zum fertigen Bauteil geformt. Anschließend verlassen die Bauteile die Presse und werden, ebenfalls über Förderbänder, zu einer abschließenden Reinigungsstation geführt von wo aus sie dann in Gitterboxen zum Versand abgelegt werden.
Automatic-Systeme Dreher GmbH hat selbst seit über 40 Jahren Erfahrung mit Automatisierungseinrichtungen für die Blech- und Massivumformung wie die zahlreichen Anlagen für das Coil- und Platinenhandling weltweit beweisen. Die Anlage bei Schroth mit der gesamten peripheren Hardware sowie der komplexen Steuerung des umfangreichen Fertigungsprozesses, war auch für die Dreher-Ingenieure eine echte Herausforderung, die sehr gut gelungen ist.
(ID:315001)