Werkstoffe

Hölzerner Stahl mit knallharten Eigenschaften

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Speziell für die Kühlhauselemente wurde jetzt eine neue Snap-Fuge entwickelt und vorgestellt. Dabei sind die stählernen Nut-Feder-Verbindungen der mit isolierendem Hartschaum gefüllten Elemente so profiliert, dass sie deutlich wahrnehmbar einrasten. Das erleichtert die Montage, schafft eine durchgängige Gebäudeisolation, sorgt für höhere Fugenstabilität und damit auch für eine homogenere Optik der Fuge.

Kühlhaus-Elemente aus Stahl leichter montieren

Hinzu kommt ein patentierter Rückhalteeffekt, der selbsttragende Konstruktionen bis zu einer Höhe von zirka 4 m ermöglicht. „Für Monteure bedeutet der definierte Anschlag der neuen Fuge eine große Arbeitserleichterung. Bisher wurden Kühlhauselemente mit geeigneten Werkzeugen über die gesamte Länge aneinandergedrückt und mit der Unterkonstruktion verschraubt. Jetzt zeigt der Snap-Effekt fühlbar und zweifelsfrei, wann eine Fugenverbindung dicht ist“, beschreibt Klaus U. Kämpfer, Marketingverantwortlicher der Thyssen-Krupp Bausysteme GmbH, die Vorteile der neuen Kühlhauselemente.

Hergestellt werden die unterschiedlichen Elemente an europaweit acht Produktionsstätten der Bauelemente-Gruppe. Ob Wellprofil, Sandwich- oder Thermoelement – allein die Form macht noch kein optimales Bauelement aus.

Stahlhersteller setzt auf Farbexperten für das Design

Neben der Beschichtungsstrecke hat sich das Unternehmen für die Farbgebung der Elemente deshalb auch einen entsprechenden Fachmann an die Seite geholt: den Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier. Exklusiv für Thyssen-Krupp Steel entwickelte er die Farbkollektionen Reflections-One, Reflections-Lume und Reflections-Cinc für die Bauelemente.

Architekten, Bauherren und Planer haben somit die Möglichkeit, ihre Bauten auf der Basis von abgestimmten Farbreihen an das bauliche und natürliche Umfeld sowie die individuellen Kundenwünsche anzupassen und ihnen ein unverwechselbares Gesicht zu verleihen.

Ein Beispiel dafür liefert Ville Verdi, eine Wohnanlage in Wien, bei der der Bauherr und der Architekt neue ästhetische Akzente setzten. Die fünf grünen Villen mit 170 durchschnittlich 78 m2 großen Wohnungen im 11. Bezirk der österreichischen Hauptstadt fallen durch ihre Farbgebung sofort ins Auge. Für die Fassadenoptik der Ville Verdi sorgt die Beschichtung Reflections-Cinc, eine naturnah bedruckte Oberfläche auf der Basis der Farbkollektion Reflections-One.

Verschiedene Kompetenzen unter einem Dach

Ob Oberfläche oder Sandwichbauelement – all die erforderlichen Herstellungsprozesse spielen sich unter dem Dach des Competence Centers Color/Construction ab. Was hinter diesem umfassend und etwas kompliziert erscheinenden Begriff steht, ist jedoch ganz einfach – eine Kombination der Arbeitsbereiche Farbe und Form: das Profit Center Color und die Bauelemente-Gruppe.

Im Jahr 2007 ordnete die Thyssen-Krupp Steel AG die Bau-Aktivitäten neu. Unter dem Dach Competence Center Color/ Construction sind seitdem einerseits das Profit Center Color und andererseits die Bauelemente-Gruppe angesiedelt, welche aus der Thyssen-Krupp Bausysteme GmbH der Hoesch Bausysteme GmbH; und Isocab N.V. besteht.

Was inhaltlich schon immer logisch ist – der direkte Schritt von der Vormaterialstufe hin zum Bauelement –, ist jetzt durch die entsprechende Firmenstruktur auch logisch nachvollziehbar. Die Produktion von Bauelementen reiht sich nun nahtlos in die Stufen der Wertschöpfungskette ein – vom feuer- oder bandbeschichteten Qualitätsstahl aus dem Profit Center Color bis zum fertigen Bauprodukt aus der Bauelemente-Gruppe.

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