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Deutschland wird den Spitzenreiterstatus weiter ausbauen
Dipl.-Ing. Stefan Scherr, Projektbevollmächtigter und Themenfeldverantwortlicher „Additive Fertigung - ProMat_3D“ beim Projektträger Karlsruhe (PTKA), Produktion, Dienstleistung und Arbeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Eggenstein-Leopoldshafen pflichtet bei: „Die Kooperation war sehr gut. Für das Projekt sprach, dass sich entlang der Wertschöpfungskette sehr erfahrene, innovative Firmen und Forschungsteilnehmer beteiligten.
Das Projektteam ist der einhelligen Meinung, dass Deutschland auch auf dem Gebiet des metallischen 3D-Drucks den Spitzenreiterstatus halten und weiter ausbauen wird. Scherr merkt dazu an: „Positiv sehe ich zum Beispiel, dass das Auftragsschweißen auch sonst eher schwer zu verarbeitende Werkstoffe wie spezielle Stahlsorten, Nickelbasislegierungen oder Titan nutzbar machen kann.“ Die Unternehmen erhielten jetzt immer mehr Trittsicherheit und könnten ihr jeweiliges Produkt- und Produktionsportfolio an die additiven Technologien im breiten Maße heranführen. „Und dabei gab es einen guten Anschub – nicht nur mit dem ProLMD-Projekt, sondern auch mit den weiteren zwölf Projekten im Themenfeld ProMat_3D“, freut sich Scherr.
Zum Abschluss ein kleiner Blick in die Laserauftrag-Schweißzukunft:
Neumann hofft, dass man aus den Erkenntnissen ein Päckchen für Kunden schnüren können, in dem die Features „ready to use“ sind. Das gebe es eigentlich noch selten. Unternehmer können sich zwar vieles zusammenstellen, aber es fällt ihnen noch schwer, alles aus einer Hand einzukaufen. In der engen Zusammenarbeit mit Instituten gelingt so etwas, weiß Neumann: „Und das für die Industrie umzusetzen und hier zu nutzen, muss das Ziel sein!“ Am Ende müsse halt alles zusammenpassen. „Unser Ziel ist es, unter anderem ein Rundum-Sorglos-Paket, also eine Standardzelle für den Mittelständler anzubieten“ klärt der Kuka-Mann auf.
Dr. Bossy mit Blick auf das Kommende gefragt, sagt: „ Das BMBF will auch Projekte unterstützen, um Methoden der Künstlichen Intelligenz in die Produktion einzuführen und dort weiter zu verbreiten. Aktuell analysieren und werten wir die hierzu eingegangenen Skizzen aus. Aufgefordert hatten wir übrigens auch die Community der Additiven Fertigung, Vorschläge einzureichen. Ich sehe nämlich Künstliche Intelligenz als guten Ansatz, um die Planungs- und Fertigungsprozesse stabiler und beherrschbar zu machen.“
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