Fluidtechnik

Hybridantrieb sorgt für Dynamik und Präzision bei Stanzmaschinen

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Eine vollständige, hochdynamische Regelung und Kontrolle der Stößelbewegung bietet außerdem die Möglichkeit der Geräuschreduktion. Ein optimiertes Energiemanagement minimiert den Energieverbrauch, senkt somit die Betriebskosten und sorgt für Umweltschutz.

Stanzmaschinen-Hybridantrieb mit kompaktem Blockzylindergehäuse

Bild 1 (siehe Bildergalerie) zeigt den Aufbau des Hybridantriebes. In einem kompakten Blockzylindergehäuse (a) ist die Kolbenstange (b) axial verschiebbar geführt. In der Achse von Gehäuse und Kolbenstange befindet sich ein Steuerkolben (d), bei dem der untere Kolbenabschnitt in der Kolbenstange und der obere Kolbenabschnitt in einer Hülse (c) geführt wird.

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Die Hülse (c) ist einerseits im Gehäuse verankert und ragt andererseits in die Kolbenstange hinein. Dadurch kann der Steuerkolben druckausgeglichen ausgeführt werden und unabhängig von Betriebs- und Arbeitsdruck leicht axial verschoben werden. Der Raum im Inneren des Linearmotors (e) ist mit dem Betriebsmedium gefüllt und wird nur vom leicht vorgespannten Tankdruck beaufschlagt.

Zwei Steuerkanten am unteren Kolbenabschnitt des Steuerkolbens (d) bilden mit zwei Steuerkanten in der Führungsbohrung der Kolbenstange ein hydraulisch-mechanisches Verstärkersystem, durch das die Kolbenstange (b) hydraulisch an die Lage des Steuerkolbens angekoppelt ist. So wird bei einer Verschiebung des Steuerkolbens nach unten über das obere Steuerkantenpaar der Kolbenraum mit dem Betriebsdruck verbunden, wodurch die Kolbenstange nach unten bewegt wird, bis die Verbindung wieder geschlossen ist. Bei einer Verschiebung des Steuerkolbens nach oben wird über das untere Steuerkantenpaar der Kolbenraum mit dem Tankdruck verbunden, so dass die Kolbenstange durch den Betriebsdruck im Stangenraum nach oben bewegt wird, bis die Verbindung zum Tankdruck wieder geschlossen ist.

Integrierter direkter Linearmotor verschiebt den Steuerkolben

Die Verschiebung des Steuerkolbens erfolgt durch einen voll in das Hydrauliksystem integrierten „direkten Linearmotor“. Der Läufer (f) des Linearmotors ist starr mit dem Steuerkolben verbunden und läuft im Motor ohne eigene Führung verschleißfrei. Durch einen nutlosen Aufbau der Wicklung ist der Linearmotor frei von störenden Rastkräften.

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