Korrosionsschutz

Industrieverband Feuerverzinken kritisiert neue Legierungen

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Salzsprühnebeltest hat für Industrieverband Feuerverzinken keine Praxisrelevanz

Das Beispiel zeigt nach Auffassung des Verbands, dass Kurzzeittests wie der Salzsprühnebeltest keine Praxisrelevanz haben. Nicht zufällig besagten Internationale Normen (DIN EN ISO 14713), dass Kurzzeittests wie der Salzsprühnebeltest nicht für Materialvergleiche eingesetzt werden dürfen. Den Normen sei zudem zu entnehmen, dass Ergebnisse aus Kurzzeitkorrosionstests im Labor (wie der Salzsprühnebeltest) nicht zur Ableitung von Aussagen zur Korrosionsschutzdauer in realen Anwendungen genutzt werden können.

ZM-Überzüge werden laut Mitteilung üblicherweise passiviert, das heißt mit einer zusätzlichen Schutzschicht nachbehandelt, um die dünnen Metallüberzüge bei Transport und Lagerung zusätzlich zu schützen. Durch diese Passivierung würden die Korrosionsschutzeigenschaften kurzfristig verbessert. Eine Passivierung führe deshalb auch zu besseren Ergebnissen in Kurzzeittests. Bei langfristiger Betrachtung (Zeiträume über zehn Jahre) trage eine Passivierung nicht zu einer nennenswerten Verbesserung der Korrosionsschutzeigenschaften bei.

Stückverzinkte Überzüge bieten Rundumschutz für das Produkt

Stückverzinkte Überzüge bieten einen Rundumschutz für das fertige Produkt, wie es in der Mitteilung heißt. Sie hätten nicht die Schwächen von kontinuierlich schmelztauchveredeltem Blech, das als Halbzeug nach dem Schmelztauchveredeln weiterverarbeitet wird. Hierdurch werde der schützende Metallüberzug durch Schneiden und Stanzen zerstört. Durch Umformprozesse könne es zudem zu einer Reduzierung der geringen Schichtdicke und zu Rissen in der Zinkschicht in den Umformbereichen kommen, was sich ebenfalls negativ auf den Korrosionsschutz auswirkt.

Bei Zinküberzügen gilt für den Industrieverband Feuerverzinken deshalb „Viel hilft viel“. ZM-Überzüge erreichten unter praxisüblichen Anwendungsbedingungen ähnliche Korrosionsraten wie stückverzinkte Überzüge nach DIN EN ISO 1461. Bei ähnlichen Korrosionsraten entscheide die Schichtdicke über die Schutzdauer. Stückverzinkte Überzüge seien aufgrund ihrer höheren Schichtdicken somit langlebiger und böten einen dauerhaften Rundumschutz. Ergebnisse aus Kurzzeittests seitens der Hersteller von ZM-Überzüge seien irreführend und besäßen keinerlei Praxisrelevanz.

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