Kaltwalzen Innovative Ideen für die Kaltwalztechnologie

Ein Gastbeitrag von Manfred Lerch 3 min Lesedauer

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Mit der Übernahme durch die OSG Corporation wurde 2019 die OSG Excello GmbH gegründet und der Bereich Walzwerkzeuge mit Rundwerkzeugen erweitert. Mit einem zum Patent angemeldeten dreiteiligen Rundwerkzeug und einem patentierten beidseitig nutzbarem Balkenwerkzeug geht man neue Wege.

Eine Idee, die überzeugt: Das beidseitig nutzbare Flachwerkzeug spart Material ein, führt gleichzeitig zu einer CO2-Reduzierung sowie im produktiven Einsatz zu messbaren Kosteneinsparungen.(Bild:  OSG Excello)
Eine Idee, die überzeugt: Das beidseitig nutzbare Flachwerkzeug spart Material ein, führt gleichzeitig zu einer CO2-Reduzierung sowie im produktiven Einsatz zu messbaren Kosteneinsparungen.
(Bild: OSG Excello)

Das Unternehmen OSG gilt weltweit als einer der führende Hersteller von Zerspanwerkzeugen. Weniger bekannt dagegen ist, dass OSG auch im Bereich der Walzwerkzeuge in den Märkten in Asien, in Nord- und Südamerika sowie Mexico mit zu den führenden Anbietern zählt. Das Ziel der Zusammenführung von OSG mit Excello GmbH in 2019 war diesen Bereich auch in Europa zu erweitern. Das Produktportfolio von Excello GmbH umfasste bis dahin automatisierte CNC-Kaltwalzmaschinen, Umbauten/Modernisierungen an bestehenden Anlagen, sowie hochpräzise Walzwerkzeuge (Walzstangen), Prototypen- und Kleinserienfertigungen.

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Der Bereich der Walzwerkzeuge beschränkte sich bis dato allerdings ausschließlich auf Flachwerkzeuge. Mit dem Zusammenschluss zur OSG Excello konnte das Produktportfolio bei Walzwerkzeugen mit Rundwerkzeugen ergänzt werden. Eine Tatsache, so Rafael Schweda, Sales Director bei OSG Excello, die von zahlreichen Anwendern begrüßt wurde: „Bis dahin gab es in Deutschland nur einen Hersteller für Rundwerkzeuge, der hatte, so war von Kunden zu hören, das Monopol. Anwender dieser Technologie fanden es deshalb sehr begrüßenswert, dass hier ein Wettbewerb entstand, der hinsichtlich Liefertreue, Lieferzeit aber auch Preisgestaltung zu mehr Flexibilität führte. Andererseits wurde dadurch aber auch notwendige Innovationen forciert.“

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Synergien für kundenorientierte Lösungen

Dass sich dieser Geschäftsbereich bei OSG Excello seit Jahren sehr positiv entwickelt, hat unter anderem damit zu tun, dass man bei der Entwicklung von Substraten, Beschichtungen und Geometrien auf die Technologieabteilung bei OSG zurückgreifen kann. Andererseits sind es aktuell aber auch Neuentwicklungen, die teilweise auf Grund der Kundenanforderungen entstanden. Dazu zählt unter anderem ein dreigeteiltes Rundwerkzeug, dass bereits zum Patent angemeldet ist. Ein großer namhafter deutscher Automobilhersteller stand vor dem Problem, dass beim Umformen kleine Materialaufwürfe entstanden waren. Konkret hatte man mit zweiteiligen Rundwerkzeugen (zwei Rollen) gearbeitet, die Passverzahnungen mit Anspitzungen formten. Dazu OSG-Excello-Geschäftsführer Jürgen Schmid: „Wir haben uns diese Herausforderung angenommen und die Lösung über ein drittes Segment entwickelt. So wird es künftig möglich, das Profil ohne die störenden Aufwürfe herzustellen. Eine vergleichbare Technologie setzen wir seit geraumer Zeit auch schon bei Flachwerkzeugen ein.“ Dieses Werkzeug ist bei dem Automobilhersteller mittlerweile mit einwandfreien Verzahnungsergebnissen im Einsatz.

Die Entwicklung eines bereits patentierten Balkenwerkzeugs dagegen entstand weniger auf Grund von Kundenanforderungen, vielmehr war es eine Idee der Entwicklungsingenieure von OSG Excello. Die Forderung nach Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit steigt derzeit vor allem in der Automobilindustrie. Die Antwort von OSG Excello ist nun dieses beidseitig nutzbare Flachwerkzeug. Eine Idee, die Material und Kosten einspart, gleichzeitig zur CO2-Reduzierung führt und im produktiven Einsatz zu messbaren Kosteneinsparungen führt. Zunächst ist die Investition wesentlich geringer als bei zwei Einzelwerkzeugen. Ist eine Seite der Walzstange verschlissen, kann diese schnell und problemlos, in bestimmten Fällen sogar ohne Ausbau innerhalb der Maschine, gedreht werden. Konkret führt das, wenn man so will, zu einer doppelten Standzeit. Erst nachdem beide Seiten verschlissen sind, muss das Werkzeug zum Nachschleifen verschickt werden.

Innovatives Mitdenken

Jürgen Schmid und Rafael Schweda wollen diese beiden die Neuentwicklungen aber jetzt nicht unbedingt als wegweisend oder revolutionär bezeichnen. Vielmehr ist es für sie das innovative Mitdenken, Problemstellungen der Kunden aufzugreifen und Lösungen schnell und zielgerichtet umzusetzen.

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