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Ausgewählte Pressenlinien können nach Harbour-Kategorien zusammengefasst werden. So sehen die Verantwortlichen, wie sich Audi im internationalen Vergleich positioniert. Über einen LCD-Monitor hat jeder Presswerksleiter seine Anlagen direkt im Blick. Farbige Kuchendiagramme zeigen, was gerade passiert.
Grafische Datenaufbereitung erleichtert Arbeit im Presswerk
„Grün bedeutet, die Anlage produziert. Gelb heißt, das war eine geplante Instandhaltung. Blau besagt, dass wir gerüstet haben. Und alles, was rot oder braun ist, waren Störungen“, fasst Bienhaus zusammen. „Diese grafische Aufbereitung der Daten erleichtert uns die Arbeit ungemein, weil wir jetzt immer einen Tick schneller sind als früher.“
Ein siebenstufiger Störbaum unterstützt die Werksmitarbeiter mit klaren Fehlermeldungen. Der erste Störschlüssel definiert, ob es sich um ein elektrisches oder mechanisches Problem handelt oder ob ein Defekt an einem Werkzeug vorliegt.
Weitere Stufen zeigen schließlich, die Schraube im Stempel war der Grund für den aktuellen Ausfall. Durch diese detaillierte Fehlerdiagnose ist am Ende genau klar, welches Detailelement die Ursache für die Störung war.
Software steigert Produktivität im Presswerk
Nachdem Audi die Anwendungssoftware eingeführt hatte, stieg die Produktivität bereits im ersten Jahr deutlich an. „Wenn die Presswerke mithilfe von Factory Framework binnen eines Jahres 20% mehr Teile ausstoßen, hat sich die Investition in eine neue Softwarearchitektur wirklich gelohnt“, resümiert Bienhaus zufrieden.
Und nicht zuletzt punktet Audi mit einem schnelleren Jahresabschluss. Was früher sechs Mitarbeiter drei Monate beschäftigte, bewältigt heute eine Person innerhalb nur einer Woche. Transparenz spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.
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