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Üblicherweise wird die Atmosphäre mit dem Einbringen von Luft in den Werkstück-umschließenden Aufsatz des Handteils hergestellt. Die Luft übernimmt gleichzeitig die Kühlfunktion während des Gravurprozesses. „Durch die starke Energiezufuhr bei der Tiefenlaser-Gravur geht der Edelstahl direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Dabei kann jedoch auch rostfreier Stahl so verändert werden, dass er für Korrosion anfällig wird. Für hygienesensible Branchen sowie dort, wo Design und Optik der Beschriftung eine Rolle spielen, ist dies ein No-go“, beschreibt Dr. Baeger den Nachteil. Um darauf Einfluss zu nehmen, experimentierten die Laserspezialisten mit verschiedenen Prozessgasen wie Argon, Neon, Stickstoff oder Wasserstoffgemischen. Baeger: „Dabei stellten wir fest, dass jedes Gas unter anderem Einfluss auf die Farbe der Beschriftung nimmt und wir so auch verschiedene Anforderungen an die Optik der Gravur erfüllen können.“ Was aber noch viel schwerer ins Gewicht fiel, war die positive Auswirkung der Gase auf die Korrosionsanfälligkeit der bearbeiteten Fläche. Mithilfe eines speziellen Gasgemischs ist es Mobil-Mark gelungen, die Korrosion der Tiefengravur zu verhindern und die Korrosionsbeständigkeit durch Langzeit-Salzsprühnebeltest zu belegen. Eine nachträgliche Passivierung der Oberfläche ist nicht mehr notwendig. Der Tiefengravurlaser Pulsar+ wurde daraufhin so adaptiert, dass ein einfaches Umschalten von Luft auf das Gasgemisch möglich ist. Ein weiterer Vorteil: Unter dem Gasgemisch wird der Graviervorgang bis um das Zweifache beschleunigt. Wird diese Form der Lasergravur anstelle der Bearbeitung mit Ätztinte angewendet, entfällt die sonst sehr zeitaufwändige Matrizenerstellung.
Integration in bestehende Produktionsprozesse
Dank seiner Flexibilität lässt sich der mobile Pulsar+ ohne weiteres in bestehende Produktionsprozesse implementieren. Der integrierte Industrierechner speichert alle eingegebenen Beschriftungs¬programme und kommuniziert mit marktgängigen BUS-Systemen. Zudem kann mobil-mark Pulsar+ dank der offenen Schnittstellenarchitektur an verschiedene ERP-Systeme angebunden werden. Für einen hohen Automatisierungsgrad lässt sich der Pulsar+ auch mit einem Roboter kombinieren. Das Besondere: Dank der Laserschutzklasse 1 von Pulsar+ braucht dieser keine Schutzumhausung und gewährleistet höchste Arbeitssicherheit bei kleinem Platzbedarf. Der Tiefengravurlaser eignet sich insbesondere für die Anforderungen der Medizin-, Küchen- oder Lebensmitteltechnik, beispielsweise für die Beschriftung von Maschinen- und Anlagenteilen, für Küchengeräte bzw. -utensilien aus Edelstahl oder für medizinische Gerätschaften.
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