Blechbearbeitung

Lasergestütztes Scherschneiden überwindet Verfahrensgrenzen

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Am Aachener Fraunhofer IPT wurde für die Untersuchungen des laserunterstützten Scherschneidverfahrens ein entsprechender Stanzmaschinenprüfstand installiert und modifiziert. Herz der Versuchsanlage ist eine Stanz-/Nibbelmaschine der Marke Boschert mit 280 kN Stanzkraft. Die Laserintegration wurde ausschließlich am Auswurfkanal unterhalb der Schneidplatte (Matrize) realisiert. Dadurch gibt es keinerlei Beeinträchtigungen beim automatisierten Werkzeugwechsel von Schneidstempeln und zugehörender Matrizen. Die flexible Blechbearbeitung in einer Aufspannung bleibt damit von der Laserintegration völlig unbeeinflusst.

Stanz-/Nibbelmaschinen können nachgerüstet werden

Mit dieser Lösung ist auch sichergestellt, dass serienmäßige und bereits vorhandene Stanz-/Nibbelmaschinen mit der neuen Verfahrenstechnik ausgestattet werden können. Lediglich die Baugruppen unterhalb der Matrizenaufnahme müssten für die Laserintegration angepasst werden, um die Laserbearbeitungsoptiken sowie die Schutzaktorik, welche die Laseroptiken vor der Kontamination mit Schmutzpartikeln und vor herabfallenden Stanzbutzen schützt, installieren zu können.

Über die Effekte des Glattschnittanteils hinaus benötigt das laserunterstützte Scherschneiden 70% niedrigere Schneidkräfte bei gleichzeitiger Reduzierung der Kanteneinzüge um 60%. Auch stellte Michael Emonts und sein Team fest, dass die Geräuschemissionen um 10dB (A) gesenkt werden konnten.

V2A-Edelstahlbleche prozesssicher trennen

Das laserunterstützte Scherschneiden ist für die Bearbeitung von V2A-Edelstahlblechen, auch bei größeren Blechdicken, für Federstähle und insbesondere für die neuen hochfesten Werkstoffe geeignet. Im Rahmen des derzeit laufenden Inno-Net-Projektes „Hybrid-Punch“ entwickelt das IPT in Aachen die Verfahrenstechnik gemeinsam mit Industriepartnern für den industriellen Einsatz weiter. Als Projektpartner wären da die Unternehmen Scheuerman + Heilig GmbH als Pilotanwender sowie die Unternehmen Dr. Mergenthaler GmbH, Raylase AG, Scaps GmbH, MSR Engineering, PMS Optik und Effbe GmbH zu nennen.

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