Schuler

Laserschneiden als Teil von Komplettsystemen zur Karosseriebearbeitung

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Die Lasertechnik gehört zu Schuler Automation, und etwa 10% der 330 Mitarbeiter am Standort Heßdorf sind in diesem Bereich beschäftigt. „Die Laseranlagen dienen vorrangig zur Ergänzung unserer Pressensysteme“, macht Unternehmenssprecher Tobias Apfel klar, dass es nicht das Ziel ist, die Lasertechnik außerhalb der eigenen Linien anzubieten. Aber nachdem die Aktivitäten in den vergangenen Jahren etwas eingeschlafen waren, ist der Bereich jetzt wieder sehr gut ausgelastet. „Der Umsatz mit Laserzellen in den vergangenen zwölf Monaten betrug rund 10 Mio. Euro und der aktuelle Auftragsbestand liegt bei 12 Mio. Euro“, so Apfel.

Großauftrag von VW über zehn Laserschneidanlagen

Deutliches Zeichen für diese Entwicklung ist ein Großauftrag für Schuler Automation von Volkswagen. Für den neuen Laserpark II setzt das VW-Werk Kassel auf die Mobilas-Laserschneidanlagen zur Bearbeitung von formgehärteten Karosserieteilen und hat zehn Systeme bestellt. In Kassel verarbeitet VW täglich rund 120 t Formhärtestahl für die Karosserien der Modelle Passat, Tiguan, Eos, C-Coupé, Scirocco sowie Audi A4 und A5. Die 3D-Bearbeitung mit dem Laser ermöglicht dabei auch bei komplizierten Blechformteilen wie Tunnelbrücken eine sehr genaue und effiziente Fertigung.

Ein weiterer Auftrag steht auch bereits fest: Bei BMW soll die Laserzelle zum Auftragschweißen und Härten eingesetzt werden. Dort wird allerdings kein CO2-, sondern ein Faserlaser in die Anlage integriert. Dieser Lasertyp bietet laut Dr. Pögel einige Vorteile: „Die Spiegel in der Strahlführung können entfallen, es sind keine adaptiven Optiken zur Kompensation der Strahlweglänge notwendig und die kürzere Wellenlänge im Vergleich zum Gaslaser sorgt für eine bessere Einkopplung in das Material.“

Für die Integration des Faserlasers in die Bearbeitungsmaschine habe man bei Schuler eine gute konstruktive Lösung parat und setze große Hoffnungen in diese Strahlquelle. „Aber letztendlich entscheidet der Kunde, welchen Laser er einsetzen möchte“, verweist der Entwicklungsleiter darauf, dass man herstellerunabhängig die Laseranlage mit der am besten geeigneten Strahlquelle ausrüsten kann.

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