Laserbearbeitung

Lasertechnik zum Härten und Auftragsschweißen an großen Bauteilen

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Nimmt die Dicke des Grundmaterials beim Weiterfahren des Laserstrahls wieder zu beziehungsweise führt die Bahn des Lasers wieder in dickere Materialbereiche, wird die Laserleistung automatisch wieder hochgeregelt. Mit seiner schlanken Bauform kann der Laserbearbeitungskopf auch kompliziert geformte Werkstücke bearbeiten. Zum Härten und Beschichten sind unterschiedliche Laserbearbeitungsköpfe erforderlich.

Fahrbare Bedienkonsole für das Fünf-Achs-Laserbearbeitungszentrum

Bedient wird das Fünf-Achs-Laserbearbeitungszentrum von einer fahrbaren Bedienkonsole aus, auf der sich eine Tastatur und zwei übereinander angeordnete Bildschirme befinden. Der untere dient zur Steuerung der Gesamtanlage, während der obere speziell der Regelung des Schweißprozesses zugeordnet ist. Auf ihm sind während des Prozesses die Laserleistungskurve und die Temperaturregelkurve ersichtlich.

Die vom Bearbeitungskopf abzufahrenden Bahnen können sowohl durch Teachen mit Hilfe einer Beobachtungskamera als auch durch Eingabe am Bildschirm programmiert werden. Bei dem derzeit aktuellen Teilespektrum mit kleinen Stückzahlen erwies sich das Teachen als schnellste Variante. Dabei fährt der Maschinenbediener die Anlage mit der Steuerkonsole in die gewünschten Positionen, die Steuerung speichert alle auf diesem Weg durchfahrenen Koordinaten und optimiert anschließend den Bewegungsablauf.

In Verbindung mit dem Laser Welding Monitor LWM steht ein System zur Prozessüberwachung und -dokumentation zur Verfügung. Alle relevanten Prozessdaten werden von der Steuerung laufend dokumentiert. Damit ist der gesamte Vorgang der Laserbearbeitung sicher reproduzierbar, die Daten bilden aber auch die Grundlage für eine verlässlichen Qualitätskontrolle.

Laserbearbeitungszentrum zum Härten und Pulverauftragsschweißen

Jan Koop, Inhaber und CEO der BR TEC Bühler AG, bringt die technischen und wirtschaftlichen Vorteile der Anlage mit einigen herausragenden Stärken auf den Punkt: Ganz besonders wichtig für ihn ist, dass die Laseranlage sowohl das Härten als auch das Pulverauftragschweißen ermöglicht. Aufgrund ihrer Flexibilität arbeitet sie auch bei kleinen Stückzahlen oder Einzelstücken wirtschaftlich.

Beim Härten besteht außerdem die Möglichkeit, den Strahlquerschnitt zu verändern und damit Bahnen unterschiedlicher Breite zu härten. Ein weiterer Vorteil ist die großzügige Fünf-Achsgeometrie der Anlage. Durch ihre Flexibilität besteht die Möglichkeit, auch sehr innovative und ausgefallene Wünsche des Kunden zu realisieren. Nach Einschätzung von Jan Koop dürften derzeit nicht sehr viele derart universelle Laserbearbeitungsanlagen auf dem Markt zur Verfügung stehen.

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