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Allen Lochblechen gemeinsam ist jedoch, dass sich durch die Lochung der Bleche erhebliche Spannungen und damit verbunden auch größere Unebenheiten ergeben. Mit diesen negativen Einflüssen können Lochbleche jedoch keiner Weiterverarbeitung und Anwendung zugeführt werden. Als Konsequenz daraus folgt, dass Lochbleche erst einmal spannungsarm und gerichtet sein müssen. Besondere Erfahrungen mit entsprechenden Richtverfahren und in der gesamten Richttechnik haben sich in über 50 Jahren bei der Kohler Maschinenbau GmbH im badischen Lahr gesammelt.
Egal wie gelocht wird, das Blech verzieht sich
So weiß beispielsweise Franz Müllerleile, Technischer Leiter bei Kohler und mit jahrzehntelanger Erfahrung ausgestattet: „Egal mit welchem Lochungsverfahren ein Lochblech hergestellt wurde oder welche Lochform und Lochanordnung das Blech besitzt, es wird sich immer dehnen und verziehen. Da das Ausmaß von Dehnung und Spannung im Wesentlichen vom Material, von der Blechdicke, der Lochung und Teilung bestimmt wird, lassen sich die Werte kaum vorhersagen.“ Was den Richttechnikern der Lochblechhersteller besonderes Kopfzerbrechen bereitet ist aber die sogenannte Ausbeulung der Lochfläche. „Sie verhält sich je nach Werkstoff, Blechdicke sowie der gesamten Länge und Breite des Bleches unregelmäßig, das macht die Sache erheblich schwieriger“, sagt Müllerleile. „Die auftretende Säbelförmigkeit wird meist durch Beschneiden des Lochbleches beseitigt, für das Lochbild selbst ist dies aber nicht möglich“, ergänzt der Richtspezialist. Im Richtvorgang, beispielsweise auf einer Kohler-Richtmaschine der Baureihen Peak Performer PG oder Peak Performer GC, bekommen die Lochblechhersteller die Negativerscheinungen in den Griff. So können diese bis zu einem gewissen Grad oder sogar gänzlich beseitigt werden. Bei höchsten Planheitsanforderungen muss das jeweilige Lochblech mit der zusätzlichen Option „Walzenbiegung“ gerichtet werden.
Das Richten von Blechen im Allgemeinen ist ein unabdingbarer Fertigungsprozess beziehungsweise Fertigungsschritt. Durch Verzug und Unebenheiten sind Bleche in ihrem „Rohzustand“ einfach nicht weiter zu verarbeiten oder einsatzfähig. Dabei setzen Blech-Servicebetriebe und Lochblechhersteller auf die Kohler-Richttechnik. „Ordentliche Richtergebnisse sind immer eine Symbiose aus erfahrenen Richtspezialisten und der Kohler-Richttechnik“, konstatiert Müllerleile.
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