Umformtechnik Metalldrücken als Fertigungsverfahren für Druckbehälter und Medizintechnik

Autor / Redakteur: Joachim Theiß / Annedore Munde

Druckbehälter und Reaktionsgefäße für die Verfahrens- und Fluidtechnik bestehen meist aus Stahl und Edelstahl. Zu den wichtigsten Herstellungstechniken gehört das Metalldrücken. Das Verfahren punktet insbesondere bei kleineren Serien und mehreren Produktvarianten durch seine Wirtschaftlichkeit.

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Wechselnde Druckbelastungen, hohe Temperaturen und aggressive Medien – Reaktionsgefäße und Druckbehälter für die Verfahrenstechnik und den Apparatebau sind in der Praxis oft extremen Anforderungen ausgesetzt. Sie sind daher meist als sicherheitsrelevante Anlagenteile eingestuft.

Je nach Einsatzgebiet und Medium müssen sie zudem hohe Standzeiten einhalten. Deshalb verwenden Anlagenbauer und -planer dafür Druckgefäße, die im Metalldrück-Verfahren hergestellt werden. Sowohl in der Chemie- und Biotechnik als auch in der Energie- und Lackiertechnik sind gedrückte Behälter heute unverzichtbar – sei es zur Verarbeitung lösemittelhaltiger Lacke, wässriger Flüssigkeiten, flüchtiger Gase oder als Ausgleichskessel im Heizungsbau.

Metalldrücken bietet hohe Festigkeiten und geringen Energieverbrauch

Das Metalldrücken gehört zu den Verfahren der Kaltumformung. Es ist daher ein überaus energiesparendes Formgebungsverfahren. Gleichzeitig lassen sich damit sehr hohe Festigkeiten erreichen.

Im Vergleich mit anderen Umformtechniken bietet das Metalldrücken zudem eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit, da kein Aufwand für die Anfertigung komplexer Formwerkzeuge zu Buche schlägt. Aus diesem Grund empfiehlt sich das Verfahren insbesondere zur Fertigung kleinerer und mittlerer Serien (Bild 1).

Das Unternehmen Helmut Rübsamen beherrscht diese Methode der Umformtechnik. Der Zulieferer fertigt kleine und große Druckspeicher, Druckzylinder und Druckflaschen für zahlreiche Abnehmer, beispielsweise für Anlagenbauer in der Verfahrens- und Heiztechnik oder der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Metalldrücken ermöglicht Produktion hoch belastbarer Hohlkörper

Das Metalldrücken ermöglicht die Produktion nahtloser und hoch belastbarer Hohlkörper, die hohe Standzeiten erreichen. Da gedrückte Kessel und Behälter außerdem sehr dünnwandig ausgeführt werden können, besteht auch die Möglichkeit, gewichtsoptimierte Leichtbau-Lösungen zu realisieren (Bild 2).

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