Große Auswahl an Stahl Für jede Anforderung das passende Material

Quelle: Pressemitteilung von Meusburger 3 min Lesedauer

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Aufgrund verschiedener Anforderungen an die im Stanzwerkzeugbau verwendeten Schnittstähle verfügt Meusburger über eine große Auswahl an Erodierblöcken.

Das Bild zeigt einen Erodierblock mit integriertem Gewinde.(Bild:  Meusburger)
Das Bild zeigt einen Erodierblock mit integriertem Gewinde.
(Bild: Meusburger)

Meusburger bietet eine große Auswahl an Stahl an. Die Erodierblöcke decken ein großes Spektrum an Materialien ab – vom klassischen Durchhärterstahl über Schnellarbeitsstähle und pulvermetallurgische Stähle bis hin zu Hartmetallen. Diese werden hauptsächlich zur Herstellung von Schneidstempeln und Matrizen eingesetzt. Sie sind in geglühter sowie gehärteter Ausführung ab Lager erhältlich.

Die Stärken der Erodierblöcke sind laut Unternehmensangaben auf die Platten der standardisierten Stanzgestelle von Meusburger bzw. auf die Normlängen der Stanzstempel abgestimmt. Die Härte bzw. der Verschleißwiderstand sowie die Zähigkeit sind zwei der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des passenden Schnittstahls. Da diese Materialeigenschaften meistens gegenläufig sind, müssen in der Praxis oftmals Kompromisse geschlossen werden. Dies erfolgt üblicherweise über die Gebrauchshärte beziehungsweise durch eine gezielte Oberflächenbehandlung.

Die Auswahl des Schnittstahls sowie dessen Gebrauchshärte hängen hauptsächlich von der Dicke und Festigkeit des zu schneidenden Materials ab. Je größer die Dicke und Festigkeit des Bandmaterials, desto höher sind die Belastungen auf die Aktivteile des Werkzeugs. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Schnittstähle aus dem Sortiment von Meusburger.

Durchhärterstähle

Als der „Klassiker“ für den Werkzeugbau gilt bei Meusburger der Stahl 1.2379. Dieses Material wird oft auch als ganze Schnittplatte eingesetzt, da es eine gute Maßhaltigkeit nach dem Härten aufweist. Meusburger biete daher auch Präzisionsstäbe aus diesem Material an. Grundsätzlich wird es bei mittleren Festigkeiten (bis ca. 400 Newton pro Quadratmillimeter) des Bandmaterials eingesetzt. Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 60 bis 62 Rockwell. Speziell für Aufnahmeplatten oder Einsätze mit hohen Zähigkeitsanforderungen empfiehlt Meusburger den Stahl 1.2363 mit seiner guten Zerspanbarkeit und Maßhaltigkeit nach dem Härten. Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 58 bis 60 Rockwell.

Schnellarbeitsstahl

Der Schnellarbeitsstahl 1.3343 (HSS) wird nach Angabe des Herstellers als Standardmaterial für Matrizen und Schneidelemente verwendet. Gegenüber dem Material 1.2379 weise er eine höhere Verschleißfestigkeit und Härte auf. Er kann für mittlere Festigkeiten (bis ca. 500 Newton pro Quadratmillimeter) des Bandmaterials und vor allem bei dickeren Blechstärken eingesetzt werden. Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 63 bis 65 Rockwell.

Pulvermetallurgische Stähle

Pulvermetallurgische Stähle weisen laut Meusburger aufgrund ihres homogenen Gefüges eine hohe Zähigkeit auf. Das Material 1.3344 PM (PM23) werde für Matrizen und Schneidstempel mit höheren Belastungen genutzt. Besonders für Bandmaterialien mit Festigkeiten ab ca. 600 Newton pro Quadratmillimeter kann es verwendet werden. Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 63 bis 65 Rockwell.

Der pulvermetallurgische Stahl M V10 PM mit 10 Prozent Vanadium soll für Matrizen und Stempel mit höchsten Belastungen eingesetzt werden. Aufgrund des homogenen Gefüges besitze er beste Kantenstabilität, auch bei Bauteilen mit komplexen Geometrien. Optimal eignet sich der M V10 PM laut Unternehmensangaben für Bandmaterialien mit sehr hohen Festigkeiten (ab ca. 800 Newton pro Quadratmillimeter) und für Materialien, die einen hohen abrasiven Verschleiß verursachen (z. B. Nirosta). Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 61 bis 63 Rockwell.

Der neueste pulvermetallurgische Stahl bei Meusburger ist der M W10 PM mit rund 10 Prozent Wolfram. Dieser finde Verwendung bei Matrizen und Stempeln mit höchsten Belastungen. Neben guter Kantenstabilität biete der M W10 PM eine hohe Druckbelastbarkeit. Er soll für Festigkeiten des Bandmaterials ab ca. 800 Newton pro Quadratmillimeter und dicke Blechstärken eingesetzt werden. Ideal geeignet ist er nach Angaben von Meusburger für Materialien, die für adhäsiven Verschleiß anfällig sind, z. B.

  • Aluminium,
  • Aluminium-Kupfer-Legierungen,
  • Messing.

Die Gebrauchshärte liegt bei ca. 66 bis 68 Rockwell.

Hartmetalle

Die korrosionsbeständige Universal-Hartmetallsorte CF-H40S+ mit einer hohen Ausgewogenheit bietet laut Meusburger den idealen Kompromiss zwischen Härte und Bruchzähigkeit bei hoher Kantenstabilität. Durch die Verschleißbeständigkeit seien höchste Standzeiten von Matrize und Stempel garantiert. Das Metall werde bei Bandmaterialien mit höchster Festigkeit eingesetzt. Alternativ dazu bietet Meusburger auch CF-H25S+ bei erhöhtem abrasivem Verschleiß und zu Aufschweißung neigenden Werkstoffen an.

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Erodierblöcke mit integriertem Startloch und/oder Gewinde

Beim Drahterodieren ist ein Startloch im Erodierblock vorteilhaft. Andernfalls kann sonst die Erodierkontur nicht optimal festgelegt werden. Außerdem führt es zu hohem Verschleiß, wenn der Draht von der Seite herangeführt wird. Bei Meusburger können deshalb die Erodierblöcke laut eigener Aussage mit bis zu 50 individuell positionierbaren Startlöchern versehen und bestellt werden. Die Konfiguration erfolgt im Webshop. Um die Verschraubung der Konturstempel noch effizienter zu bewerkstelligen, sollen ab sofort auch Gewinde in die bereits gehärteten Erodierblöcke von Meusburger eingebracht werden können.

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