Anbieter zum Thema
Methode 2: Negatives umdeuten
Ist ein Glas halb leer oder voll? Das ist Ansichtssache! Denn wenn wir eine (scheinbar) negative Situation aus einem anderen positiveren Blickwinkel betrachten, dann erscheint sie meist in einem helleren Licht. Dieses Umdeuten fällt uns in „Krisensituationen“ oft schwer. Denn dann stecken wir in einer Perspektive fest. Also brauchen wir einen Anstoß von außen.
Ein Beispiel: Frau Huber, eine 45-jährige Bürokauffrau, lässt sich beraten. Denn sie ist seit einem Jahr arbeitslos und völlig frustriert. Sie wird zwar regelmäßig zu Bewerbungsgesprächen eingeladen, erhält aber nie eine Zusage. Die Atmosphäre in der Beratung wird immer düsterer, je länger Frau Müller erzählt. Und nebenbei beklagt sie auch noch, dass sie Single sei und gerne wieder einen Partner hätte.
An diesem Punkt ergreift die Beraterin das Wort und fragt Frau Huber: „Führen Sie die meisten Vorstellungsgespräche mit Männern?“ Diese erwidert erstaunt: „Ja“. Daraufhin schlägt die Beraterin vor: „Betrachten Sie die Bewerbungsgespräche doch als ‚Blind Dates‘. Nehmen Sie den Interviewer ebenfalls unter die Lupe: Trägt er einen Ehering? Hält er beim Sprechen Blickkontakt? Ist er ein sportlicher Typ? Zum ersten Mal muss Frau Huber herzhaft lachen.
Dieses Umdeuten hat zumindest die Beratungssituation aufgelockert. Vielleicht hat es aber auch eine nachhaltigere Wirkung. Vielleicht denkt Frau Müller im nächsten Bewerbungsgespräch an das Stichwort „Partnersuche“ und geht entspannter ins Gespräch. Dadurch verbessert sich ihre Ausstrahlung und ihre Chance auf eine Jobzusage steigt.
(ID:38703990)