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Zu den weltweit größten Anbietern für Aluminiumprodukte für die Luft- und Raumfahrtindustrie gehört das Aleris-Werk in Koblenz. Aleris ist dort neben Plattenmaterial auch auf Außenhautbleche von Flugzeugen spezialisiert. Im Januar 2008 hat Aleris in Koblenz sein neues l60“-Warmwalzgerüst in Betrieb genommen. Das derzeit weltweit leistungsstärkste Aluminiumwalzgerüst steigert die Produktionskapazität des Werks Koblenz um etwa 10 000 t pro Jahr.
Im Werk Koblenz werden jährlich mehr als 150000 t hochspezialisierter Platten, Bleche und Bänder aus individuell hergestellten Aluminiumlegierungen für die unterschiedlichsten Kundenanforderungen produziert, ein wesentlicher Teil davon für Kunden aus der Luft- und Raumfahrt.
Mit Leichtigkeit durch Raum und Zeit
Auch in der Raumfahrt werden Aluminium und seine hochfesten Legierungen als hauptsächlicher Werkstoffe verwendet, zunehmend auch Verbundwerkstoffe wie im Flugzeugbau. Aus Aluminium sind in Trägerraketen, Raumgleitern und Raumsonden die tragenden Teile und Treibstofftanks; in Feststoffraketen, wie sie beim Start amerikanischer Raumgleiter eingesetzt werden, ist Aluminiumpulver als Brennstoff Hauptbestandteil des Treibstoffs und in Satelliten und Raumstationen sind tragende Teile, Solarzellenträger, Versuchsgeräte und Isolationen aus dem leichten Werkstoff.
Jüngstes Beispiel für die Verwendung von Aluminium in der Raumfahrt ist das orbitale Wissenschaftslabor Columbus, das im Februar 2008 an die internationale Raumstation ISS andockte. Columbus ist eine ständig bemannte Einrichtung im All. Das 6,9 m lange und 4,5 m breite Modul ist 12,8 t schwer und besteht größtenteils aus Aluminium. Es bietet den Astronauten eine druckgeregelte Arbeitsumgebung zum Betrieb wissenschaftlicher Geräte und zur Durchführung von Experimenten in der Schwerelosigkeit.
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