Trumpf

Mittelformatmaschine spart Material und Zeit in der Stahlmöbelherstellung

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Wie viele Vorteile die neue Maschine bringt, zeigt sich im täglichen Betrieb. Während früher bemaßte Zeichnungen zum Maschinenbediener zur Programmierung gingen, ist die Tru Punch 2000 mit einer Tru Tops Softwarelösung ins Netzwerk eingebunden. Konstruktionsänderungen gehen automatisch an die Maschine. Die Bedienung der neuen Software stellte kein Problem dar. Jörg Iser schickte lediglich zwei seiner Mitarbeiter zum Programmierkurs Zeichnen und Schachteln ins Trumpf-Schulungszentrum nach Ditzingen. Zwei Bediener, die bisher an der Trumatic 120 Rotation arbeiteten, absolvierten einen Technologiekurs.

30 % höhere Materialausnutzung

Seit der Inbetriebnahme im Februar 2014 verzeichnet Iser eine enorme Zeitersparnis. Zum einen weil der vorbereitende Rohblechzuschnitt entfällt und zum anderen weil, so Iser, der gesamte Stanzprozess rund zwei bis dreimal so schnell geht, wie bisher. Durch das Mittelformat der Maschine ist darüber hinaus der Materialverbrauch deutlich geringer. „Dadurch, dass wir zudem durch die Schachtelfunktion die Platinenbelegung optimieren konnten und jetzt auch Teil in Teil legen können, erreichen wir grob geschätzt eine um 30 % höhere Materialausnutzung“, sagt er.

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In Sachen Umformmöglichkeiten gerät der Unternehmer wieder ins Schwärmen: „Mit unserer alten Maschine konnten wir nur Senkungen einbringen, mit großem Aufwand und Sonderwerkzeugen auch Kiemen. Mit der Tru Punch 2000 können wir Tiefziehen, kleine Abkantungen herstellen und Gewindeformen. Und auch das Einbringen von Gewindelöchern und Durchzügen ist für uns jetzt kein Problem mehr.“ Interessant ist für Iser auch die Möglichkeit, Sicken einzubringen. „Damit haben wir uns bisher noch nicht beschäftigt, aber das wird definitiv kommen“, erklärt er, „Denn wenn wir einzelne Teile durch Sicken verstärken, können wir noch mehr Material einsparen.“ Ein weiterer Vorteil: Fünffach- und zehnfach Multi Tools reduzieren den Werkzeugwechsel und sparen nicht nur Rüstzeit, sondern zahlen sich auch im Lohnkostenbereich aus. „Die Tru Punch 2000 kann lange selbständig laufen, ohne dass ein Mitarbeiter eingreifen muss“, sagt Iser.

Noch läuft die Fertigung bei Le-iS einschichtig. Angesichts der hohen Produktivität der Tru Punch 2000, wie Iser anmerkt, wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile. Einen Sheet-Master-Compact zum automatisierten Be- und Entladen der Maschine hat Iser dennoch gleich mitbestellt. „Das ist bei unseren großen Teilen eine große Entlastung für unsere Mitarbeiter. Außerdem macht der Sheet-Master-Compact unsere Fertigung flexibler“, erklärt er. Denn sind die Bleche in der richtigen Abfolge erst einmal auf der Palette, kann die Tru Punch 2000 vielfältige Programme automatisch abarbeiten. Lediglich die Werkzeuge müssen je nach Blechdicke gewechselt werden. Bei den eher kleinen Losgrößen von zehn bis 50 Stück ein großer Vorteil.

Derzeit laufen die Trumatic 120 Rotation und die Tru Punch 2000 parallel. „Alle Neuentwicklungen werden auf der neuen Maschine bearbeitet, aber bei rund 3.500 Einzelteilen dauert die Umstellung der Programme schon seine Zeit, und daher behelfen wir uns bei älteren Teilen noch mit der Trumatic 120 Rotation“, erklärt Jörg Iser. Insgesamt ist der Unternehmer rundherum zufrieden mit seiner Kaufentscheidung. Mit der Tru Punch 2000 hat Iser eine Maschine, die ihm auch in Zukunft eine wirtschaftliche Fertigung sichert.

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