Gebeugtes Rückgrat Der deutsche Mittelstand spürt immer mehr Druck

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland gelten als das Rückgrat der hiesigen Wirtschaft. Doch die Frage ist, wie lange Letzteres noch stabil bleibt ...

Datev hat sich bei einer Datenerhebung mal die Situation des deutschen Mittelstands angeschaut. Man sieht zwischen den dunklen Wolken zwar kleine Lichtspalte, aber insgesamt sieht es für das Rückgrat der deutschen Wirtschaft nicht nach Schönwetter aus ...(Bild:  IHK)
Datev hat sich bei einer Datenerhebung mal die Situation des deutschen Mittelstands angeschaut. Man sieht zwischen den dunklen Wolken zwar kleine Lichtspalte, aber insgesamt sieht es für das Rückgrat der deutschen Wirtschaft nicht nach Schönwetter aus ...
(Bild: IHK)

Einer Untersuchung des Nürnberger Datendienstleisters Datev zufolge sind die KMU in Deutschland in den vergangenen Jahren stark unter Druck geraten – Tendenz steigend. Insolvenzen nehmen deshalb zu – vor allem bei sehr kleinen Unternehmen und bei größeren Mittelständlern mit über 100 Beschäftigten, wie dabei herauskam. Der Anteil des Mittelstandes am Gesamtumsatz und am Arbeitskräftepotenzial nimmt parallel dazu folglich ab. Mehr als 99 Prozent der über drei Millionen Unternehmen in Deutschland fallen derzeit übrigens in die Kategorie KMU. Sie wird in der Regel bis 500 Mitarbeiter und bis

50 Millionen Euro Jahresumsatz definiert. Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren laut Datev-Angaben immerhin stabil geblieben. Allerdings sei ihr Anteil am Umsatz und an der Beschäftigung im Zeitraum von 2018 bis 2023 jeweils um vier Prozentpunkte (auf 26,2 Prozent beziehungsweise 53,3 Prozent) und der Anteil an der Bruttowertschöpfung um zwei Prozentpunkte (auf 40,9 Prozent) gefallen.

Insolvenzgespenst spukt vor allem bei den Kleinsten

Was die Zahl der oben bereits erwähnten Insolvenzen in einzelnen Branchen angehe, so habe die sich bei den Mittelständlern im vergangenen Jahr stark erhöht. Wie gesagt, trifft das vor allem die Kleinsten. Die klassischen KMU mit bis zu 100 Mitarbeitern, die 2024 noch die höchsten Zuwachsraten verzeichneten, zeigten immerhin im letzten Jahr eine leichte Beruhigung, heißt es in der Datev-Erhebung. Erhöhtes Insolvenzgeschehen gebe es aber etwa in den Bereichen Bau- und Gastgewerbe sowie im verarbeitenden Gewerbe. Datev hat nach eigener Aussage für die Auswertung auf Datenmaterial zugegriffen, das über die angeschlossenen Steuerkanzleien zur Verfügung stand – etwa Daten aus Lohnabrechnungen und Unfallversicherungsmeldungen. Zusätzlich wurde Material des Statistischen Bundesamtes herangezogen.

(ID:50707278)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung